UNSERE KLINIKEN

(v.l.): Stv. Pflegedirektorin Ilse Kleinrath, MBA, Musiktherapeut Mag. Bernhard Piller, Obfrau der Selbsthilfegruppe „Schädel-Hirn-Trauma“ Sigrid Kundela, Kaufmännischer Direktor Dipl. KH-BW Ferdinand Zecha, Selbsthilfepartnerin Barbara Merschitz, Mitarbeiter des NÖ Landesvereins für Erwachsenenschutz Dr. Christoph Csillag und Mitarbeiterin vom Dachverband NÖ SHG Katharina Ruby

Top gerüstet für den Notfall

NEUNKIRCHEN – Die vor kurzem gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Rettungsdienst stattgefundene Evakuierungsübung im Landesklinikum Neunkirchen zeigte,  dass  sowohl  die  Blaulichtorganisationen  als  auch  das Landesklinikum  für einen eventuellen Ernstfall sehr gut gerüstet sind.

Schulungen sowie regelmäßige Übungen sind für eine optimale Bewältigung eines Akutfalls unerlässlich. Bei einem Ernstfall im Klinikum müssen Patientinnen und Patienten, das Personal und Besucherinnen sowie Besucher innerhalb von wenigen Minuten aus dem Gefahrenbereich gebracht werden, dies ist nur möglich, wenn sowohl die örtlichen Ge- gebenheiten als auch alle Abläufe bekannt und erprobt sind.


Am vergangenen Wochenende übte die Brandschutzgruppe des Landesklinikums, die Freiwilligen Feuerwehren Neun- kirchen -Stadt,  -Peisching, -Mollram, -Breitenau und Ternitz- Rohrbach und die Rettungsdienste Rotes Kreuz Neunkir- chen, Krisenintervention & Peer, Gesundheit & Sozialdienst, Sondereinsatzeinheit GEM, Rotes Kreuz Gloggnitz und Ar- beiter Samariterbund ein derartiges Evakuierungsszenario.


Die Annahme war, dass ein Brand in einer Lüftungsanlage im Untergeschoß ausbricht, nicht alle Brandschutzklappen schließen und es dadurch zu einer Brandrauchverschleppung in den Gangbereich einer Bettenstation im 2. Oberge- schoss kommt. Im Untergeschoß sind drei Servicemitarbeiter vermisst, auf der Station werden 16 teils gehfähige, teils bettlägrige Patienten vom Rauch eingeschlossen und sind in ein externes Gebäude zu evakuieren.


Die  Alarmierung  der  Feuerwehr,  der  hauseigenen  Brandschutzgruppe  und  der Führungskräfte des Klinikums er- folgt innerhalb weniger Sekunden. Bereits kurz nach dem Bekanntwerden des Notfalls verschafft sich die Brandschutz- gruppe unter der Leitung von DGKP Karl Luegger einen ersten Überblick über das Geschehen und weist die ersten eintreffenden Kräfte der Feuerwehr Neunkirchen entsprechend ein.


Der Brand im UG wird rasch gelöscht und die Verletzten geborgen. Die eingeschlossenen Patienten auf der Station werden mit vier Atemschutztrupps mittels Fluchtfiltermasken durch den verrauchten Bereich transportiert und können an die Rettungsdienste und das Pflegepersonal übergeben werden.


Seitens des Rettungsdienstes wird am Spitalsgelände eine Verletzten-Triage eingerichtet in der über 40 Personen ge- meinsam mit dem Personal des Krankenhauses kategorisiert, eingeteilt, versorgt und verlegt bzw. abtransportiert wer- den. Die Rettungskette mit zehn Rettungsautos und einigen Sonderfahrzeugen funktioniert reibungslos und die zu eva- kuierenden Personen werden sicher in die Gesundheits- und Krankenpflegeschule gebracht, wo rasch ein Evakuie- rungsquartier eingerichtet wird. Hier werden die Betroffenen durch die anwesenden Kräfte des Krisenintervention- Teams und dem Gesundheit & Sozialdienstes des Roten Kreuzes betreut.


Nach der anschließenden ersten Übungsbesprechung lud die Krankenhausdirektion noch die gesamte Mannschaft zu einer warmen Verpflegung durch die Krankenhausküche ein.