UNSERE KLINIKEN

Prim. Assoc. Prof. Dr. Martin Wiesholzer, Leiter der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 1 am Universitätsklinikum St. Pölten

Welt-Diabetes-Tag 2017

Am 14. November 2017 findet der jährliche Welt-Diabetes-Tag statt. Diabetes ist die häufigste  Stoffwechsel- erkrankung und in Österreich leben ca. 650.000 Menschen damit. Die Klinische Abteilung für Innere Medizin 1 am Universitätsklinikum St. Pölten bietet ein breites Angebot im Diabetesbereich.


Im Umgangssprachlichen wird Diabetes oft als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Typ 1- und Typ 2-Diabetes. Typ 1-Diabetes tritt vorwiegend im Kindes- und Jugendalter auf. Durch die Zerstörung der Beta-Zellen kann die Bauchspeicheldrüse  kein  Insulin  produzieren  und  es  ist  eine  lebenslange  Therapie notwendig. Im Gegen- satz dazu kommt Typ 2-Diabetes, auch „Altersdiabetes“ genannt, erst in  späteren  Lebensjahren  vor.  Hier  werden  die insulinproduzierenden  Zellen  durch jahrelange Überproduktion überlastet, wodurch sich eine Insulinresistenz entwi- ckelt. Die Ursache für Typ-2-Diabetes ist meist Übergewicht bzw. Fettleibigkeit. Da aber auch immer mehr Kinder und Jugendliche davon betroffen sind, steigt die Anzahl von Typ 2-Diabetes in jüngerem Alter.


An der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 1 am Universitätsklinikum St. Pölten werden sämtliche Diabetesformen diagnostiziert und behandelt: Diabetes mellitus Typ 1 und 2, sekundäre Formen, Cortisondiabetes, Schwangerschafts- diabetes sowie erbliche Diabetesformen.


Ein besonderes Anliegen der Abteilung liegt im Bereich der modernen Insulinbehandlung im Sinne der intensivierten Therapie und der Insulinpumpentherapie. Die Therapien erfolgen nach den modernsten wissenschaftlichen Errungen- schaften, sowohl im Hinblick auf orale Therapiemöglichkeiten, als auch auf neueste injizierbare Behandlungsformen. Die Therapiestrategie wird individuell auf die jeweilige Lebenssituation und  auf etwaige Begleit- und Folgeerkrankun- gen der Patientinnen und Patienten abgestimmt.



„Ein weiterer Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Behandlung von Fettstoffwechselstörungen mit modernsten The- rapiestrategien. Auf lange Sicht beeinträchtigt ein erhöhter Blutzuckerspiegel die Funktion der Nerven und schadet den Gefäße des Herzens, des Gehirns und der Augen. Ein gut eingestellter Blutzuckerspiegel hilft dabei, Spätschäden vorzu- beugen“, betont Prim. Assoc. Prof. Dr. Martin Wiesholzer, Leiter der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 1 am Uni- versitätsklinikum St. Pölten.