UNSERE KLINIKEN

Die Schmerzexpertinnen des UK Krems DGKP Margit Hofbauer, DGKP Yvonne Kaufmann, DGKP Elisabeth Posselt, DGKP Irene Batelka, DGKP Susanne Ra- meder, DGKP Andrea Starkl und DGKP Regina Schatzl mit Bereichsleitung Elisabeth Groiss (2. v.l.) und Pflegedirektorin Siegrun Karner (rechts außen).

Bewusst gegen den Schmerz

Schmerz ist eine unangenehme körperliche oder seelische Empfindung, die jeder Mensch unterschiedlich wahrnimmt. Im Universitätsklinikum Krems werden neben medikamentösen auch nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Schmerz- linderung eingesetzt.

Seit acht Jahren wird das interdisziplinäre Schmerzmanagement in den operativen Bereichen des Universitätsklinikums Krems nach festgelegten Prozessen gelebt. Je nach Operationsart und Bedürfnis der einzelnen Patientin bzw. des ein- zelnen Patienten legt die Medizin individuelle Behandlungskonzepte fest, welche die Pflege in Eigenverantwortung um- setzt. So werden Schmerzmedikamente verabreicht und regelmäßig die Schmerzintensität gemessen, die die weiter- führende Behandlung beeinflusst. Ergänzend setzt die Pflege je nach Krankheitsbild vermehrt Methoden der nicht-me- dikamentösen Schmerztherapie ein – insbesondere Aromapflege, Wärme- und Kältetherapie, motivierende Gesprächs- führung und mehr. Das Anwenden von temperierten Ölkompressen zur Schmerzlinderung ist beispielsweise ein Pilot- projekt, das im Laufe eines halben Jahres von der Pflege der Allgemein- und Thoraxchirurgie erfolgreich zur Zufrieden- heit vieler Patienten umgesetzt wurde. Die Initiative dafür ging von Frau DGKP Yvonne Kaufmann aus, welche mit ho- hem persönlichen Einsatz und Engagement das Projekt initiierte.

Der Arbeitskreis Schmerzmanagement befasst sich hierbei seit nunmehr zwei Jahren vermehrt mit der pflegerischen Behandlung von Schmerzpatientinnen und –patienten. Pflegekräfte aller Stationen des Hauses erarbeiten dabei nicht- medikamentöse Möglichkeiten zur Schmerzlinderung. Sieben Mitglieder des Arbeitskreises sind mit der Weiterbildung im Bereich Schmerzmanagement bereits zu Spezialisten auf diesem Gebiet ausgebildet.


„Der Fokus liegt neben den therapeutisch, pflegerischen Konzepten auf der Beziehungsebene. Durch persönliche Zu- wendung führt die Pflegekraft den Patienten gemeinschaftlich durch die Schmerzsituation. Der Patient nimmt dabei eine aktive Rolle ein, die sein Körperbewusstsein in den Mittelpunkt stellt. Schmerz ist das, was der Patient als solchen empfindet und beschreibt. Die Pflege kann einen bewussten Umgang damit fördern“, so die pflegerische Bereichslei- terin und organisatorische Leiterin der Arbeitsgruppe Schmerzmanagement Elisabeth Groiss, MSc.


Nicht-medikamentöse Schmerztherapie wird im Universitätsklinikum Krems immer in Absprache mit der Medizin einge- setzt und individuell auf Patientinnen bzw. Patienten abgestimmt.