UNSERE KLINIKEN

(v.l.) Prim. Univ.-Doz. Dr. Johann Hofbauer; OA Dr. Oleg Kheyfets, FEBU

Neuer Harnsteinzertrümmerer

Seit vergangenem Herbst ist an der urologischen Abteilung des Landesklinikums ein neues Gerät zur Harnsteinbehandlung, der extrakorporale Stoßwellenlithotripter,    im    Einsatz.    Bis    jetzt    wurden    damit    bereits 350 Steinbehandlungen durchgeführt.

„Der extrakorporale Stoßwellenlithotripter ist das derzeit modernste Gerät am Weltmarkt. Mein Team in der Urologie und ich sind sehr stolz, damit arbeiten zu dürfen!“, so Prim. Univ.- Doz. Dr. Johann Hofbauer, Abteilungsleiter der Urologie. „Der Lithotripter ist seit Ende September im Einsatz und steht - im Gegensatz zum bisherigen Modell – dauerhaft für die Behandlung von Steinpatienten zur Verfügung.“


Bei der Methode der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie werden Harnsteine in Niere oder Harnleiter von außen zer- trümmert, ohne dass eine Operation notwendig wird. Die Therapie erfordert in den meisten Fällen keinen stationären Auf- enthalt.


“Das neue fixe Gerät am Standort Wiener Neustadt ist nicht nur eine langfristige Investition in  die  Zukunft,  sondern führt  auch  zu  einer  verbesserten  Versorgungsqualität  der Patientinnen und Patienten“, so LH-Stellvertreter Dr. Ste- phan Pernkopf.


An der Abteilung für Urologie am Landesklinikum Wiener Neustadt wird damit die Nierensteintherapie auf modernstem Stand durchgeführt. Neben der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie kommt auch häufig die endoskopische Steinthera- pie zum Einsatz. Dabei werden Harnsteine mittels Laser oder pneumatisch erzeugter Energie direkt im Harnleiter zertrüm- mert. Bei großen Steinen wird eine Nierenpunktion vorgenommen, bei der die Steine erst zertrümmert und anschließend abgesaugt werden. Diese Methode hat die offene Steinchirurgie abgelöst.


Zur Therapieplanung, -begleitung und Kontrolle steht den Patientinnen und Patienten im Landesklinikum Wr. Neustadt eine Spezialambulanz für Harnsteinleiden offen.