UNSERE KLINIKEN

(v.l.) PSI Monika Dornhofer, SD Lorena Thür, MEd, LSI HR OSR Maria Handl-Stelzhammer, OÄ Dr. Judith Noske, Prim. Univ. Doz. Dr. Johann Pidlich, ärztlicher Direk- tor des LK Baden-Mödling, DGKP Heidi Lamprecht, MSc, Bereichsleitung Eltern-Kind-Zentrum, HR Mag. Rainer Ristl, Prim. Dr. Rainer Fliedl, Leitung der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Hinterbrühl, DGKP Inge Jaud, Stationsleitung KJPP Hinterbrühl)

Hand in Hand für Kinder

Kooperationsprojekt zwischen Stammschulen, Dr. Erwin Schmuttermeier Schule, der Höheren Schule im Landesklinikum und der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie hat sich die zeitnahe Intervention bei problematischen sozialen Dynamiken zwischen belasteten Schülern und der Klassengemeinschaft zum Ziel gesetzt.

Schule bedeutet für unsere Kinder Zukunft, Autonomieentwicklung und die Ablösung von den Eltern. Schule ist aber auch ein Ort, an dem sich oftmals die seelische Not einzelner Schüler zeigt. Leistungsängste und Mobbing, um nur zwei Punkte zu nennen, schwächen die Identitätsbildung junger Menschen massiv und beeinflussen in weiterer Folge nicht nur das Klassenklima negativ, sondern auch die weitere psychische, soziale und schulische Entwicklung.


„Die frühe Vernetzung und ein gemeinsamer Unterstützungsplan der wichtigen Systeme Familie, Schule und Therapie, um dysfunktionale Entwicklungen bei unseren Kindern zu vermeiden, ist oberstes Anliegen beim Projekt Schule.Ko- operation.KJPP“, so Prim. Dr. Rainer Fliedl, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Standort Hinterbrühl, „die Reintegration in den Klassenverband und eine Wiederherstellung des sozialen Einge- bundenseins unser erklärtes Ziel“.


„Für einen guten, sozial gefestigten Start in die Zukunft ist es wichtig, unseren Kindern das bestmögliche Auffangnetz in schwierigen Situationen zu bieten. Deshalb kann ich das Projekt Schule.Kooperation.KJPP nur begrüßen und voll un- terstützen“, sagt Prim. Univ. Doz. Dr. Johann Pidlich, ärztlicher Direktor des LK Baden-Mödling.


Gearbeitet wird mit Schülern von 6-18 Jahren aus den Bezirken Mödling und Baden, bei denen schulinterne Interven- tionen zu keiner Stabilisierung geführt haben. Betroffene Kinder und Jugendliche werden im Rahmen eines tagesklini- schen Aufenthaltes als Patienten der KJPP geführt. Als solche besuchen sie eine Klasse in der Schmuttermeierschule bzw. die Höhere Schule im Landesklinikum. Neben dem Bemühen, die Lernziele der jeweiligen Schulstufe nicht aus den Augen zu verlieren, ist eine intensive Beobachtung und Unterstützung im psychosozialen Bereich wesentliches Ziel des Unterrichts.