UNSERE KLINIKEN

(v.l.) Bezirkshauptmann Mag. Andreas Strobl, Abgeordnete zum Nationalrat Eva-Maria Himmelbauer, BSc, Dr. Andreas Schneider (NÖGUS), Präsident des NÖ Landetages Mag. Karl Wilfing, Kaufmännischer Direktor Dipl. KH-BW Andreas Mikl (Universitätsklinikum Tulln), Ärztliche Direktorin Primaria Dr. Susanne Davies, med. Geschäftsführer Dr. Markus Klamminger (NÖ Landeskliniken-Holding), Kaufmännische Direktorin Dipl. KH-BW Margit Pröglhöf, Pflegedirektorin DGKP Silvia Hickelsberger, MSc, MBA, Primarius Dr. Wolfgang Grill und Univ.-Prof. Dr. Michaela Amering (AKH Wien)

Blick in die Zukunft

HOLLABRUNN – Weniger in die Vergangenheit zu schauen, als in die Zukunft zu blicken – das war Thema der internationalen Fachtagung, die am 7. November 2018 im Südfoyer des Stadtsaals Hollabrunn stattfand. Prima- rius Dr. Wolfgang Grill, Leiter der sozialpsychiatrischen Abteilung, organisierte in Kooperation mit der Kollegia- len Führung des Landesklinikums Hollabrunn diese fachspezifische Veranstaltung.

Die Fachtagung fand anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Sozialpsychiatrischen Abteilung am Landesklinikum Hollabrunn statt. Nach der Begrüßung durch die Ärztliche Direktorin Primaria Dr. Susanne Davies und den einleitenden Worten von Univ.-Prof. Dr. Michaela Amering sowie Primarius Dr. Wolfgang Grill sprach der Präsident des NÖ Landta- ges Karl Wilfing in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Festrede.


„Die sozialpsychiatrische Abteilung am Landesklinikum Hollabrunn kann auf mittlerweile 20 Jahre Erfahrung mit ihrer Tätigkeit im Weinviertel zurückblicken. Sie war die erste ‚ausgelagerte‘ Abteilung von Gugging und stand damit Vorbild in der Entwicklung des niederösterreichischen Psychiatrieplans. Im Akut- und Krisenbereich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Abteilung, deren Einzugsgebiet derzeit ca. 260.000 Einwohnerinnen und Einwohner umfasst, für die Bezirke Hollabrunn, Korneuburg, Mistelbach und die Hälfte von Gänserndorf zuständig. Ein großes Danke an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tagtäglich eine großartige Leistung erbringen und den guten Ruf des Hauses und der Abteilung im speziellen begründet haben“, so Landtagspräsident Wilfing.


Primarius Dr. Wolfgang Grill über die Intention zur Organisation dieser Veranstaltung: „Die Fachtagung gab den Teil- nehmerinnen und Teilnehmern wichtige Impulse für die zukünftigen Anforderungen und war ein kleiner Baustein auf dem Weg zum Austausch und Reflektieren der Arbeit. Die Vortragenden kamen aus Fachkliniken, aber auch aus dem universitären Bereich Wien und Krems.“


Vormittags hatte die Tagung die Tätigkeit und Abläufe bzw. die Konzepte von Akut- und Krisenstationen im Fokus. Den Beginn machte Dipl. Ing. Thomas Proksch mit seinem Eröffnungs-Referat zum geographischen und sozialen Umfeld des Weinviertels sowie zur demographischen Entwicklung in dieser Region.


Weiters informierten Chefarzt Dr. Nicolay Marstrander aus Fürstenfeldbruck über neue ambulante Möglichkeiten und OÄ Dr. Lieselotte Mahler aus Wedding (Berlin) zum Thema „Nachbesprechung von Zwangsmaßnahmen in der Akut- psychiatrie“.


Am Nachmittag standen verschiedene zukünftige Themen auf dem Programm, unter anderem die Entwicklungen, die sich im psychosozialen Umfeld ergeben. Dabei geht es um die Situation der Partner oder Angehörigen oder der Famili- enkonstellation insgesamt.


Den Beginn nachmittags machte Priv. Doz. Dr. Beate Schrank, MSc, PhD, zum Thema Familienkonstellationen und Be- handlungsstrategien. Danach folgten Vorträge von Mag. Martin Kaukal und Mag. Doris Rath über Innovationsmanage- ment einer psychosozialen NGO am Beispiel der PSZ GmbH. Das Thema „Steuerung durch Finanzierung“ behandelte Univ.-Prof. Dr. Heinz Katschnig in seinen Ausführungen.


Nachdem Univ. Prof. Dr. Paul Plener aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie über die Digitalisierung und junge Erwach- sene berichtet hatte, luden Primarius Dr. Wolfgang Grill und Univ. Prof. Dr. Michaela Amering abschließend zur Diskus- sion zu den Themen „Was können wir zukünftig sein lassen“ und „Was brauchen wir?“ ein.


Die Vorträge sollten Interesse und Neugierde wecken, denn therapeutisches und medizinisches Arbeiten im psychiatri- schen Akut- und Krisenbereich ist eine schwierige Aufgabe für ein multiprofessionelles Team und deren Leitung.