MITARBEITERBEFRAGUNG 2018

Wertvolles Feedback

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2014 war die letzte Mitarbeiterbefragung. Ein Jahr davor die Befragung zur psychischen Belas- tung am Arbeitsplatz. Aus den Ergebnissen der Befragungen wurden viele Maßnahmen abgelei- tet und umgesetzt, sei es in den Bereichen Information und Kommunikation, Gesundheitsförde- rung und Gestaltung von Arbeitsprozessen. Holdingweite Maßnahmen sind etwa der Mitarbeiter- Einführungstag und das Programm zur Führungskräfte-Entwicklung (siehe Infokasten rechts). Um Maßnahmen umzusetzen, erfordert es ein gutes Zusammenspiel und Engagement von Klinikver- tretung und Betriebsrat sowie auch der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Heuer ist es wieder so weit: Von 17. September bis 5. Oktober 2018 findet die Mitarbeiterbefragung statt. Sie läuft zeitgleich in den Kliniken und in der Holding-Zentrale, über 21.500 Menschen können ihre Meinung und ihre Einschätzungen anonym äußern, und zwar mittels Arbeitsbewältigungsindex plus (ABIplus) Fragebogen.


Was misst der Fragebogen?

Mit diesem Fragebogen kann festgestellt werden, wie die Arbeitsanforderungen und alles, was beispielsweise von Berufsgruppen oder Abteilungen an Können und Engagement eingebracht wird, zusammenpassen. Es geht also um ein Gleichgewicht zwischen dem, was an Leistungen nötig ist und dem, was dauerhaft geleistet werden kann. Die Ergebnisse geben Auskunft über Kompetenzen, Werte, Motivation, Führung, Zusammenarbeit, Anforderungen und psychische Be- lastungen und zeigen Handlungsfelder für die betriebliche Gesundheitsförderung auf. Durch die Anwendung des ABIplus-Fragebogens brauchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig nur mehr einen – den ABIplus-Fragebogen – ausfüllen, aus dem Maßnahmen zu obigen Themen- schwerpunkten abgeleitet werden können.


Ist die Befragung anonym?

„Selbstverständlich“, sagt Erika Meinolf, Abteilungsleiterin Recht und Personal: „Die Anonymität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat höchste Priorität.“ Durch folgende Maßnahmen wird dies sichergestellt:

-Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter füllen den ABIplus-Fragebogen händisch aus. Das Deck- blatt informiert über die Vorgehensweise und Anonymität.

-Die Auswertung erfolgt extern, damit es unmöglich ist, dass die NÖ Landeskliniken-Holding oder der Dienstgeber Kenntnis erlangen. Die Firma „Arbeitsfähigkeit erhalten KG“ ist verpflich- tet, keine Gruppen auszuwerten, die weniger als 15 Personen umfassen. Sie ist zur Verschwie- genheit verpflichtet.

-Den ausgefüllten Fragebogen gibt man in ein neutrales Kuvert, das man zuklebt. Das Kuvert mit der Aufschrift „MitarbeiterInnenbefragung“ wirft man in eine versiegelte Urne im Klinikum ein. Die versiegelten Urnen leeren eine Vertretung des Klinikums und eine des Betriebsrats ge- meinsam, alles wird entsprechend protokolliert.

-Ein Botendienst übermittelt die Kuverts an die Firma „Arbeitsfähigkeit erhalten KG“. Erst dort werden die Kuverts geöffnet und die Fragebögen in ein Auswertungstool eingegeben.

-Die Fragebögen werden nach der Eingabe vernichtet. Auf einzelne Fragebögen kann somit nicht zurückgegriffen werden.


Wozu die Befragung?

Aus den Ergebnissen der Befragung werden Maßnahmen abgeleitet. „Diese Maßnahmen stellen die Grundlage für Innovations- und Veränderungsstrategien und den Organisationsentwicklungs- prozess dar, dienen dem Erhalt der Arbeitsfähigkeit und implizit der Gesundheit“, erklärt Erika Meinolf.

Mag. Erika Meinolf,

Abteilungsleiterin

Recht und Personal

Beispiele aus den Kliniken

Abgeleitet aus den bisherigen Mitarbeiterbefragungen wurden viele Maßnahmen umgesetzt, zum Beispiel:


-Mostviertel:

Im LK Mauer wurden im Vorjahr 752 Einheiten betriebliche Gesundheitsförderung genutzt – ärztliche Checks, Bio-Impedanz-Messung, Diät- und Sporternährung, Yoga, Rückenschule, Teilnahme an Laufbewerben, Skitagen, Volleyballturniere im Rahmen „gscheit fit“ sowie externe Supervi- sion mit dem Schwerpunkt Analyse und Klärung emotionaler belastender Arbeitssituationen und Weiterentwicklung in den Teams.


-NÖ Mitte:

Psychische Belastungen durch Übergriffe von Patientinnen, Patienten und Angehörigen wurden durch regelmäßige Deeskalationstrainings für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entschärft. Weiters wurde die Sicherheit der Mitarbeitenden durch einen Deeskalationsalarm deutlich ver- bessert, indem zusätzliche Personen des Klinikums zur Unterstützung hinzugerufen werden.


-Waldviertel:

Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung „fit 4 work“ wurden zahlreiche standortbezogene und klinikübergreifende Freizeit-, Sport-, und Bewegungsprogramme wie Rückenfit, Wandertage und Yoga etabliert. Gesundheitstage mit Medizinchecks, Vortragsreihen zur mentalen Gesundheit, Schulungen zum Umgang mit Aggressionen, Rad-Aktionstage und monatliche Ernährungstipps ergänzen die Angebote. Das von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestaltete standortübergreifende „Motto des Monats“ liefert Tipps rund um gesundheitsfördernde und -erhal- tende Maßnahmen.


-Thermenregion:

Das LK Wiener Neustadt hat Maßnahmen zur Verbesserung der Information und Kommunikation gesetzt durch die Implementierung der Wand- zeitung „Extrablatt“. Damit werden auch jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht, die keinen Zugang zum Infoschoner am PC haben. Das „Extrablatt“ wird monatlich aktualisiert und an 20 Stellen im Klinikum plakatiert.


-Weinviertel:

Im Weinviertel gab es Workshops zu Aggressions- und Konfliktmanagement, Stressabbau und Entspannung; Abteilungshelfer und ein neuer elektronischer Newsletter wurden etabliert, die EDV-Ausstattung verbessert, interdisziplinäre Führungsklausuren abgehalten.

Holdingweite Maßnahmen


Konzipiert und begleitet von der Abteilung Recht und Personal, Bereich Personalentwicklung, in der Holding-Zentrale


Mitarbeitereinführungstag:

Diverse Antworten aus der letzten Mitarbeiterbefragung gaben Hinweis, dass Mitarbeitende in den Kliniken mehr Informationen über die Organi- sation, Struktur und Tätigkeit der NÖ Landeskliniken-Holding, über Zusammenarbeit der Zentrale mit den Klinikleitungen etc. für ihre Arbeit be- nötigen. Daraus wurde der Mitarbeitereinführungstag für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken und in der Holding-Zentrale eta- bliert. Seit November 2015 findet dieser nun einmal pro Quartal statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein kompaktes Bild über die Aufgaben und die Kompetenzen der NÖ Landeskliniken-Holding Zentrale und des Dienstgebers Land NÖ, ebenso einen Überblick über die Un- ternehmensziele, Zuständigkeiten, Rahmenbedingungen sowie Aufbau und die Struktur des Unternehmens.


Führungskräfte-Entwicklung:

Nach der Befragung 2014 wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, Führungskräfte bei der täglichen Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Speziell für die mittlere Managementebene wird seither das Leadership-Programm, eine einjährige Ausbildung (13,5 Ausbildungstage), zur Stär- kung und Weiterentwicklung der Führungsarbeit und des Führungsverhaltens angeboten – bereits rund 250 Führungskräfte haben das Pro- gramm absolviert. Weiters werden im Bildungsprogramm Seminare für Führungskräfte angeboten, zum Beispiel:

-Be Boss – Führen und Kommunizieren

-Erfolgreiches Führen von MitarbeiterInnen-gesprächen

-Führen mit Fun-Faktor

-Konstruktiv Feedback geben

-Sucht-Früherkennung und Prävention

Das sagen die Regionalmanagerin und Regionalmanager zur Mitarbeiterbefragung:


„Die Befragung erkennen wir als wichtige Möglichkeit, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Wahrnehmungen in ih- rem Arbeitsumfeld zum Ausdruck bringen können. Die Regionalmanagements begrüßen die Einführung des österreich- weit verwendeten Befragungstools ABIplus (Arbeitsbewältigungsindex Plus). Es ist eine Befragung, in der die Arbeitsbe- dingungen und die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit im Vordergrund stehen. Gemeinsam mit unseren Klinikleitungen, den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretungen wollen wir für jedes Klinikum aus den wichtigsten Ergeb- nissen geeignete Maßnahmen ableiten, die zum Erhalt der Gesundheit sowie zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz beitra- gen. Damit wir die richtigen Schritte einleiten können, ersuchen wir um eine möglichst rege Teilnahme an dieser Befra- gung.“

Hon. Prof. (FH) Christa

Stelzmüller, MAS, Regionalmanagerin

NÖ Mitte

Dr. Andreas

Reifschneider, Regional-

manager

Waldviertel

Mag. Viktor

Benzia,

Regional-

manager

Thermenregion

Dr. Andreas Krau- ter, MBA, Regio- nal-

manager Most- viertel

DI Jürgen

Tiefenbacher, Re- gional-

manager

Weinviertel