UNSERE KLINIKEN

Prim. Priv.-Doz. Dr. Andreas Maieron, Leiter der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 2 am Universitätsklinikum St. Pölten

Welt-Hepatitis-Tag

Am 28. Juli  2018 findet  der diesjährige Welt-Hepatitis-Tag unter  dem Motto   „Findet  die  fehlenden   Millionen!“ statt.   Weltweit   sind   rund   300  Millionen Menschen  von  Hepatitis B und  C betroffen und  viele  davon  ahnen nichts  von  ihrer Infektion, da sie lange Zeit symptomlos bleibt.  Ziel ist es, noch unentdeckt betroffene Menschen  zu finden,  um diese  frühzeitig zu behandeln, vor  Spätfolgen zu bewahren und Neuinfektionen einzudämmen. Eine Schutzimpfung im niedergelassenen Bereich verhindert  die  Hepatitis-B-Infektion  und   damit   die  Erkrankung.  Eine Hepatitis-C- Infektion ist mit neuen Therapien  und Medikamenten nahezu immer heilbar.


Als Hepatitis wird eine Leberentzündung bezeichnet, bei der es zu einer Schädigung der Leberzellen kommt. Man un- terscheidet zwischen der akuten Hepatitis, welche meist nur einige  Wochen  andauert  und  der  chronischen  Hepati- tis,  die  länger  als  sechs  Monate besteht. Auslöser können unter anderem Hepatitis A-, B-, C-, D- und E-Viren sein.


Nach aktuellen Schätzungen leben weltweit rund 300 Millionen Menschen mit Hepatitis B und Hepatitis C. „Eine früh- zeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, aber auch die Prävention spielt eine große Rolle. Die Unwissenheit der eigenen Erkrankung erhöht das Risiko, die Infektion an andere weiterzugeben“, betont Prim. Priv.-Doz. Dr. Andreas Maieron, Leiter der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 2 am Universitätsklinikum St. Pölten.



Besonders gefährdet sind beispielsweise Reisende, die ohne Impfschutz in Länder mit schlechten hygienischen Be- dingungen reisen, aber auch Menschen, die im medizinischen Bereich   tätig   sind   und   häufig   mit   infektiösem Blut   in   Kontakt   kommen.   Auch Drogenabhängige  und  Menschen,  die  ungeschützten  Geschlechtsverkehr  bei häufigem Partnerwechsel haben, zählen zur Risikogruppe.


Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung, die Aufschluss über das Fortschreiten der Entzündung gibt bzw. durch die Entnahme einer Gewebeprobe. Heute kommt man durch die sogenannte Elastographie – ein bildgebendes Verfahren, das Aussagen über die Beschaffenheit des Gewebes gibt - fast immer ohne eine Leberbiopsie aus.   In den meisten Fällen geht eine akute Hepatitis von selbst zurück, in rund einem von 300 Fällen endet die Hepatitis-B-Infektion tödlich.