UNSER WEG - 10 FRAGEN

10 Fragen

an Mag. Elisabeth Klang, Pflegedirektorin im LK Horn

Betreute Tagesreise des Roten Kreuz Horn zum ehemaligen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer in die Wiener Hofburg: (v.l.) DGKP Manuela Gumpin- ger (LK Zwettl), Mag. Elisabeth Klang und DGKP Joachim Kahl (LK Horn) haben bei einer Audienz diesen Erinnerungsschnappschuss gemacht.


1. Was hat Sie veranlasst, „Begleitet Reisen“ mit dem Roten Kreuz zu unterstützen?

Ich bin seit über 20 Jahren beim Roten Kreuz NÖ ehrenamtlich tätig. Vor einigen Jahren haben wir die Initiative „Betreu- tes Reisen“ mit Tagesausflügen für unsere Klienten gestartet. Menschen sollen „entschleunigte“ und auf ihr Tempo abge- stimmte Ausflüge machen können. Wir achten auf barrierefreie Ausflugsziele und einen rollstuhltauglichen Autobus. Die Initiative fand großen Anklang, also war der nächste Schritt, uns ins Ausland zu wagen. Dank dem Engagement unserer Chefärztin Dr. Elfriede Wilfinger und dem Teamleiter DGKP Joachim Kahl (beide ebenfalls ehrenamtlich tätig) fanden wir ein gutes Team, dass sich dieser Verantwortung gerne stellt und diese Reisen begleitet. So konnten wir letzten September die fünfte Auslandsreise – eine Kreuzfahrt im Mittelmeer – begleiten. Auch wenn diese „Einsätze“ für uns Betreuer kräfte- zehrend sind, genieße ich es, von den persönlichen Lebenswegen und Geschichten der Teilnehmenden zu erfahren und ihnen durch meine Zeitspende Reisen zu ermöglichen, die sie alleine nicht machen würden.


2. Wofür steht das Projekt „Begleitet Reisen“?

„Begleitet Reisen“ mit dem Roten Kreuz NÖ steht für Entschleunigung im Reisen und Rücksichtnahme auf individuelle Bedürfnisse. Ein Sicherheitsnetz aus medizinischer und pflegerischer Begleitung sowie ausgebildete Seniorenbetreuer umspannt das Reiseangebot. Vor der Reise erfährt unser Team im persönlichen Gespräch die individuellen Bedürfnisse und kann eventuell benötigte Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Rollator organisieren. Und die Reisenden füllen mit dem Hausarzt einen kleinen Fragebogen aus. So stellen wir die Erfordernisse der Reisenden in den Mittelpunkt und können eine entspannte Reise mit einem Mehr an Sicherheit planen. Dieses Service bietet das Rote Kreuz NÖ gemeinsam mit Op- timundus Reisewelt an.


3. Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ehrlich gesagt kann ich mich nicht daran erinnern, aber ich war von klein auf sehr kommunikativ und leutselig. Also war ein Beruf mit und für Menschen die logische Konsequenz.


4. Was macht Ihnen die meiste Freude an Ihrem Beruf?

Das Arbeiten für und mit den Menschen – für Mitarbeiter und Patienten gleichermaßen. Auch die abwechslungsreichen und vielfältigen Aufgaben machen jeden Tag für sich spannend und ausfüllend.


5. Was bringt Sie zum Lachen?

Anspruchsvoller Humor und Weggefährten, die einen ähnlichen Zugang zu Humor haben. Ich lache sehr gerne und bei meiner Gabe, kaum ein Fettnäpfchen auszulassen, habe ich, dank einer gehörigen Portion Selbstironie, Gott sei Dank viel zu lachen.


6. Worüber ärgern Sie sich?

Mittlerweile habe ich gelernt, vieles sehr gelassen zu nehmen, aber sture Ignoranz und destruktive Raunzerei können mich nach wie vor zur Weißglut bringen.


7. Mit wem würden Sie gerne einmal einen Kaffee trinken?

Ich trinke keinen Kaffee, aber eine gute Tasse Schwarztee würde ich gerne mit Albert Schweitzer trinken. Sein Pioniergeist und die Passionsfähigkeit, die man in seinen Büchern spürt, beeindrucken mich.


8. Haben Sie ein Motto – wenn ja, welches?

„Geht nicht, gibt’s nicht“ und: Lerne von der Vergangenheit, träume von der Zukunft, aber lebe hier und jetzt!


9. Mit welchen drei Worten würden Ihre Kollegen Sie beschreiben?

„In der Sache hart, aber herzlich und fair“, humorvoll, zielstrebig.


10. Wenn Sie eine Sache an sich ändern könnten, was wäre das?

Zwei Konfektionsgrößen weniger und etwas mehr Geduld würden mir sicher gut tun, aber eigentlich ist es gut, so wie es ist.