GESCHÄFTSFÜHRUNG

Gesundheit managen

Reformer & Teamplayer: Konrad Kogler, der neue Holding-Geschäftsführer für Personal und Organisation, bringt viel Know-how und Erfahrung mit.

„Nur im Gemeinsamen kann man seine Ziele erreichen.“

„Nur im Gemeinsamen kann man seine Ziele erreichen.“

„Nur im Gemeinsamen kann man seine Ziele erreichen.“

Der neue Geschäftsführer fühlte sich vom ersten Moment an in der Holding-Zentrale willkommen. Dafür verantwortlich waren auch die Empfangsdamen (v.l.) Brigitte Seidl, Elisabeth Fischer und Claudia Madler.

fotoS: Philipp Monihart

Das niederösterreichische Gesundheitswesen wird neu organisiert: Zur starken Kliniken-Flotte mit 27 Schiffen kom- men die Pflege- und Betreuungszentren hinzu (siehe Infokasten Seite 06). Damit die Flotte manövrierfähig bleibt, braucht es einen weiteren Kapitän auf der Brücke. Daher ist seit April Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler mit an Bord und für die Bereiche Personal und Organisation in der NÖ Landeskliniken-Holding zuständig. Gemeinsam mit dem Medizinischen Geschäftsführer Dr. Markus Klamminger und dem Kaufmännischen Geschäftsführer Dipl. KH-BW Helmut Krenn bringt er das Schiff auf einen neuen Kurs. Zurzeit werden neue Strukturen für die Zusammenführung der Kliniken und Pflegezentren erarbeitet, ein gemeinsames Dach entsteht: die NÖ Landesgesundheitsagentur. Bei der Neuorganisation geht es darum, Gesundheit und Pflege aus einer Hand zu denken, zu planen und zu steuern, um Abläufe besser zu koordinieren und effizienter zu gestalten – und Schnittstellen zu vermeiden. Mit die- ser Großreform werden knapp 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammengeführt: 21.500 aus dem Ge- sundheits- und 5.500 aus dem Pflegebereich. Ab 1. Jänner 2020 soll die neue Struktur stehen.


Reformer

Der neue Geschäftsführer Konrad Kogler scheint für diese Aufgabe prädestiniert, hat viele große Reformen feder- führend mitgestaltet und umgesetzt. 2013 wurde er zum Generaldirektor für öffentliche Sicherheit bestellt, war da- mit der höchste Polizeibeamte des Staates und Chef von über 30.000 Beamten. Seit September 2017 war er Lan- despolizeidirektor in Niederösterreich und damit der höchste Polizist im Land. In Koglers berufliche Laufbahn und Zuständigkeit fallen die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie und die Eingliederung des Einsatzkom- mandos Cobra in die Direktion für Spezialeinheiten als Teil der Generaldirektion für öffentliche Sicherheit. Auch in der Landespolizei hat er einige strukturelle Maßnahmen auf den Weg gebracht. Worauf ist er besonders stolz? „Auf

die oben genannten Reformen. Und ich bin dankbar, dass ich immer ein tolles Team hatte. Denn das war die Vor- aussetzung dafür, dass große Vorhaben erfolgreich über die Bühne gegangen sind“, streut er seinen bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rosen.


Synergien

Nach 35 Jahren in unterschiedlichen Funktionen im Polizeidienst legt er nun für immer die Uniform ab. Ein Ab- schied mit Wehmut? „Nein“, sagt er. „Ich war gern Polizist, aber ich stelle mich auch gern neuen Herausforderun- gen. Als ich die Ausschreibung für diese Stelle sah, war dies für mich genau so eine Option.“ Der Jobwechsel war wohl überlegt. Einen Anreiz sieht er darin, nun in einem Feld tätig zu sein, in dem man viel Positives für die

Menschen bewirken kann. Denn Gesundheit und Pflege seien eine gemeinsame große Herausforderung. „Der Auf- trag ist ein klarer: Die neue NÖ Landesgesundheitsagentur soll die Planung der Versorgung für die Landsleute auf eine neue Ebene heben und das Gesundheits- und Pflegesystem nachhaltig stärken. Wir werden Synergien he- ben, damit wir auch in Zukunft die Pflege und Betreuung von Menschen gewährleisten können.“ Als Experte in Fragen der Personalführung und Organisation und als Absolvent des Studiums der Wirtschaftspsychologie bringt er viel Know-how und Erfahrung mit. Konrad Kogler ist überzeugter Teamplayer: „Nur im Gemeinsamen kann man seine Ziele erreichen. Jede und jeder ist wichtig für den Gesamterfolg.“ Der neue Gesundheitsmanager hatte in seiner bisherigen Funktion viele Berührungspunkte mit den NÖ Kliniken: Angefangen bei Verkehrsunfällen über Untersuchungen zur Deliktfähigkeit oder auf Drogen bis hin zu Menschen, die im psychischen Ausnahmezustand sind. „Wir Polizisten bezeichnen die Kliniken als kritische Infrastruktur. Das sind Unternehmen, die für das Zusam- menleben von zentraler Bedeutung sind. Denn wenn die medizinische Versorgung nicht funktioniert, gibt es Pro- bleme in der Sicherheitslandschaft.“


Freizeit

Abschalten kann er am besten zuhause bei der Familie – mit seiner Frau und den vier Kindern. Auch Hund Yankee ist ein wichtiges Familienmitglied. Den Flatcoated Retriever bezeichnet er als seinen Personal Coach: „Er ist ver- antwortlich für meine Fitness. Ich gehe in der Früh und am Abend mit ihm spazieren – täglich, bei Wind und Wet- ter.“ Konrad Kogler ist zudem begeisterter Radfahrer; zu Ausflügen mit dem Tourenrad darf auch der Hund mit. An der Leine – ist das nicht gefährlich? „Nein, er zieht mich nicht vom Rad, denn ich habe ihn gut erzogen – mit Le- ckerli und nicht mit Korruption“, lacht er. Konrad Kogler segelt auch gern: entweder auf gemütlicheren Katamara- nen mit der Familie oder auf einem Monohull bei Hobbyregatten. Genau das macht einen guten Kapitän aus: Er muss mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedingungen zurechtkommen. Was wünscht man einem Segler: Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!



Karin Schrammel

Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler

54 Jahre, verheiratet, vier Kinder, wohnt in Baden

-1984: Grundausbildung zum Sicherheitswachebeamten der Bundespolizeidirektion Wien und eingeteilter Beamter bei verschiedenen Dienststellen

-1990: Ausbildung zum leitenden Beamten

-1992: BPD Wien, Generalinspektorat, stv. Referatsleiter

-1997: BM.I, Gendarmeriezentralkommando, Abteilung II/4, Personalabteilung, stv. Referatsleiter

-2000: Bezirksgendarmeriekommando Neusiedl/See

-2003: Landesgendarmeriekommando Burgenland, stv. Landesgendarmeriekommandant

-Universität Wien: Diplomstudium: Philosophie, Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Recht

-2005: Landespolizeikommandant-Stv. fürs Burgenland

-Fachhochschule Wiener Neustadt: Masterstudium wirtschaftsberatende Berufe

-2008: Bereichsstellvertreter II/B/1 für die Bereiche Organisation, Dienstbetrieb und Ein- satzangelegenheiten in der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit

-2011: nach Organisationsstrukturänderung (Gruppen statt Bereichsstellvertretungen) Lei- ter der Gruppe II/A (Organisation, Dienstbetrieb und Einsatz)

-2013: Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit

-2017: Landespolizeidirektor Niederösterreich

-1. April 2019: Geschäftsführer für Personal und Organisation der NÖ Landeskliniken- Holding

erschienen in WIR INTERN 02/2019