UMWELT

Gemeinsam gegen Abfall

Die Initiative „United against Waste“ will Lebensmittelabfälle aus Großküchen reduzieren. Die drei Klinikstandorte St. Pölten, Amstetten und Mauer machen mit.

Das UK St. Pölten, LK Mauer und LK Amtsketten beteiligen sich am Lebensmittelabfall-Monitoring. Am Bild: Die Standort- und Küchenleiter der Kliniken sowie Christian Schauer und Theresa Eichinger von der NÖ Landesklini- ken-Holding (rechts außen) gemeinsam mit Bgm. und LAbg. Anton Kasser („die NÖ Umweltverbände“)

Das LK Mauer erreichte bereits im Jahr 2017 22 Prozent weniger Lebensmittelabfall: (v.l.) Küchenleiterin Renate Vielmetti, Konrad Mayrhofer-Beer und Kaufm. Direktor Robert Danner.

Setzen im LK Amstetten ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung: Martin Steinkellner (stv. Küchenleiter) mit Claudia Weinbrenner (Einkauf).

fotoS: robert herbst, zvg

In österreichischen Gemeinschaftsverpflegungsküchen in Kliniken, Pflegeheimen oder Betrieben macht der ent- sorgte Lebensmittelabfall rund 20 Prozent der ausgegebenen Essensmenge aus. Das entspricht 61.000 Tonnen an vermeidbaren Lebensmittelabfällen pro Jahr.

Deshalb wurde die Initiative „United against Waste“ ins Leben gerufen. Die teilnehmenden Betriebe erfassen dabei laufend ausgegebene Speisemengen und entsorgten Lebensmittelabfall – daraus wird eine Verlustquote errechnet. So sehen die Standorte, wie sie im Vergleich zu anderen liegen, ob sich die Mengen erhöht oder verringert haben und können bei Bedarf gezielte Maßnahmen setzen, um den Lebensmittelabfall zu reduzieren. In Niederösterreich nehmen unter anderem drei Standorte der Kliniken am Abfallmonitoring teil: das Uniklinikum St. Pölten, das Lan- desklinikum Amstetten und das Landesklinikum Mauer.


Gute Kommunikation

„Der Verschwendung von Lebensmitteln entgegen zu wirken ist unseren Küchenleitern enorm wichtig. Durch die In- itiative gewinnen sie Argumente für ihr Anliegen. So greift eines ins andere“, sagt Christian Schauer, Abteilungslei- ter Einkauf der NÖ Landeskliniken-Holding. Je nach Betriebstyp gibt es unterschiedliche Herausforderungen beim Vermeiden von Lebensmittelabfall. Meist schneiden jene Betriebe beim Monitoring besser ab, die Gerichte in unter- schiedlichen Portionsgrößen anbieten, freie Wahlmöglichkeit bei Beilagen bieten oder Speisen am Buffet öfter nachbestücken und nicht in großen Mengen im Voraus produzieren. In Gesundheitseinrichtungen erschwert eine hohe Anzahl an Sonderkostformen die Logistik. Außerdem haben die Küchenleiter mit ständig wechselnden Patien- tenzahlen zu kämpfen und sind auch mit dem Einhalten anderer Anforderungen gefordert. Wie der Schritt in eine umweltfreundlichere Zukunft trotzdem gelingt? „Mit einer gut funktionierenden Kommunikation zwischen den Ausga- bestationen und der Küche.“

erschienen in WIR INTERN 06/2019