NÖKIS

KIS – gemeinsam zum Ziel

Der Zuschlag im Bestbieterverfahren ist erteilt. Nun startet unter Einbeziehung von PowerUsern die Erarbeitung der Baseline. 2021 soll NÖKIS im ersten Klinikum in Betrieb gehen.

NÖKIS, die einheitliche IT-Lösung für alle NÖ Landes- und Universitätskliniken, ist eines der umfangreichsten und aufwendigsten Projekte in der Geschichte der NÖ Landeskliniken- Holding. Nach einer mehrjährigen Vorbereitungsphase und der Erstellung des Leistungs- verzeichnisses wurde der Auftrag an den Lieferanten CGM Clinical Österreich (ehemals systema) erteilt. Nun  wird zunächst die NÖKIS-Baseline erarbeitet. „Dabei werden alle NÖKIS-Oberflächen unter Einbeziehung von rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NÖ Landeskliniken-Holding so eingerichtet, wie diese dann in allen Kliniken zur Verfügung stehen werden. Die Erarbeitung erfolgt in Summe in ca. 30 Arbeitsgruppen mit Mitarbeite- rinnen und Mitarbeitern aus allen Landes- und Universitätskliniken (PowerUser). Neben Oberflächen werden Dokumente, Formulare, Kataloge, Symbole, Logiken, etc. definiert“, erklärt NÖKIS-Gesamtprogrammleiter Ing. Wolfgang Grim, MSc.


NÖKIS-PowerUser

Für eine Qualitätssicherung der NÖKIS-Baseline werden PowerUser aus allen Professio- nen und Standorten eingebunden. Sie sollen das neue NÖ-weite Krankenhausinformations- system erarbeiten und auf Qualität und Anwendbarkeit prüfen. „Ursprünglich hatten wir nur 200 Mitarbeiter vorgesehen, nun sind es wegen ihres ausgewiesenen Know-hows rund 350. Das belegt, dass in allen Kliniken großes Interesse herrscht und die Möglichkeit wahr- genommen wird, NÖKIS nach den Bedürfnissen und Vorstellungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gestalten“, berichtet Barbara Weiser, MA, zuständig für das Change Ma- nagement und somit die Organisation der PowerUser. Die an der Erstellung der Baseline beteiligten PowerUser fungieren in der Phase des landesweiten Rollouts als Praxisexperten

und wichtige Stütze zur erfolgreichen Implementierung.


NÖKIS-Portal

Die Einführung des neuen, landesweit einheitlichen Krankenhausinformationssystems be- trifft rund 18.000 Menschen. Bei einem derart großen Projekt ist es besonders relevant, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter strukturiert und zielgruppenorientiert über Projektziele, den Projektfortschritt und Rolloutpläne zu informieren.

Dazu dient das NÖKIS-Portal, eine Informationsplattform, die online von jedem Computer oder Smartphone und für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NÖ Landes- und Univer- sitätskliniken erreichbar ist. „Im NÖKIS-Portal stellen wir umfangreiche Informationen rund um das Thema NÖKIS zur Verfügung. Ausgestattet mit einem individuell einstellbaren Info- service kann sich jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin automatisch über neue und rele- vante Themen informieren lassen“, erklärt Manuel Baumgartner, zuständig für die Entwick- lung des NÖKIS-Portals. Ein bedeutender Teil des Portals ist die Darstellung des aktuellen Projektfortschrittes inklusive Rolloutplanung. „Wir schaffen es damit, einen kontinuierlichen Informationsfluss in diesem umfangreichen und mehrjährigen Projekt zu gewährleisten.“


Einheitliches

Programm

Sie kennen Ihr KIS (Krankenhaus-Informati- ons-System) vielleicht eher unter dem Namen Cerner i.s.h.med, CGM MPA, KCC CliniCenter, Nexus KIS oder PCS Patidok. Im Zuge des NÖKIS-Projektes wer- den all diese Applikatio- nen durch ein moder- nes, einheitliches und zukunftssicheres Pro- gramm abgelöst. Im Zuge einer zweistufigen EU-weiten Ausschrei- bung wurde NÖKIS nun angeschafft und wird in den nächsten Jahren in allen NÖ Kliniken in Be- trieb genommen.

erschienen in WIR INTERN 03/2019