UNSERE KLINIKEN

Moderne Geräte für Labor

MISTELBACH –  Während der Corona-Krise war vor allem die Arbeit der Labore sehr gefragt, an vorderster Front stand hier das Institut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf.

Das Institut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf war auch schon vor der Corona-Krise als das Einzige im Weinviertel mit den zugeordneten Standortlaboratorien Hainburg, Hollabrunn und Korneuburg-Stockerau und der zugehörigen Blutbank auch von überregionaler Bedeutung in der Klinikenland- schaft Niederösterreichs.


Im Zuge der Corona-Krise hat sich diese Wichtigkeit jedoch weiter erhöht, denn schon wenige Wochen nach Ausbruch begannen hier die Testungen von Nasen-Rachenabstrichen auf SARS-CoV-2.  Nachdem bei Verdachtsfällen Abstriche aus dem Mund-, Nasen-und Rachenraum genommen wurden, kann im Labor das virale Erbgut durch einen


molekularen Test, die „Real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion“ (kurz: RTPCR) nachgewiesen wer- den. Das entnommene genetische Material wird dabei durch ein Gerät in mehreren Zyklen vervielfältigt. Durch den Ein- satz von fluoreszierenden Stoffen stellen Labormedizinerinnen und -mediziner anschließend fest, ob die gesuchten- Gensequenzen des Virus vorliegen.


Täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, wurden in Mistelbach bis zu 700 Proben von PatientInnen und Mitar- beiterInnen aus beinahe allen Kliniken in Niederösterreich, und auch solche, die von den mobilen Teams von 1450 ab- genommen wurden, ausgewertet. Möglich war das durch ein hochmodernes PCR-Gerät, das ansonsten zur Blutspen- de-Testung auf mehrere Erreger von Infektionskrankheiten (HI-Viren, Hepatitis-A-, B-, C- und E-Viren, Parvovirus B19 und während des Sommerhalbjahres West-Nil-Virus) eingesetzt wird.


„Die Arbeitsbelastung für das ganze Team war und ist enorm, wir konnten aber auch unheimlich viel lernen und haben vor allem durch den großen Zusammenhalt aller Berufsgruppen im Labor diese Belastungen gut bewältigt“, so auch Prim. Dr. Harald Rubey, Leiter des Instituts für medizinische und chemische Labordiagnostik.


Für die durchschnittliche tägliche Erstellung von 470 Befunden waren trotz der hoch automatisierten Geräteausstattung rund 48 Mitarbeiterstunden erforderlich.


Vor kurzem hat das Labor am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf nun noch ein zweites derartiges PCR-Gerät be- kommen – „das einzige hochmoderne Gerät dieser Bauart in Niederösterreich, das auch einen enorm hohen Durchsatz an Proben hat. Damit können wir die krisenbedingt ausgelagerten Testungen von Blutkonserven nun auch wieder selbst durchführen“, ist auch die Kollegiale Führung des Landesklinikums, Ärztlicher Direktor Dr. Christian Cebulla, Kaufmännische Direktorin Jutta Stöger, MSc und Pflegedirektor Dipl. Pflegewirt (FH) Joachim Schulze stolz.



„Es war mir wichtig, dass dieses für die Patientenversorgung wichtige Gerät angeschafft wurde, um unserem höchst engagierten Team in der Labordiagnostik das beste Werkzeug in die Hand geben zu können und jetzt die Testungen mit modernster apparativer Ausstattung aufarbeiten“, sagt auch der für die Kliniken zuständige Landeshauptfrau-Stell- vertreter Stephan Pernkopf.



Neben den PCR-Testungen finden auch täglich bis zu 100 Antikörpertestungen am Institut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf statt, bei denen durch eine Blutprobe festgestellt wird, ob man bereits mit dem SARS-Coronavirus-2 in Kontakt gekommen ist.