Standortleitung Gmünd

Ärztlicher Standortleiter:


Prim. Dr. Michael Böhm


Michael Böhm nennt seinen Sohn als Vorbild: Der 1986 geborene Markus sitzt seit einem schweren Ar- beitsunfall 2006 im Rollstuhl, ist ein Pflegefall. „Er hat sich in der Zwischenzeit eine eigene Firma aufge- baut und ist für mich Vorbild, anfallende Probleme zu lösen, statt zu resignieren.“ Böhm absolvierte seinen Turnus in Gmünd und die Facharztausbildung Anästhesie in Gmünd und im AKH Wien. Seit 2008 ist der leitende Notarzt Abteilungsvorstand der Anästhesie, seit Jahresbeginn Ärztlicher Standortleiter.Ihn motivie- ren die Arbeitsabläufe und Prozesse, die helfen, das Optimum in der Behandlung für jeden einzelnen Pati- enten zu erreichen. Wichtig ist ihm, den Standort Gmünd abzusichern. In das grenzüberschreitende EU- Projekt „Healthacross“ ist er involviert und erhofft sich dadurch eine Aufwertung und mögliche Erweiterung im Leistungsangebot. Sorgen bereitet ihm, dass Gmünd so weit weg vom Zentralraum des Landes ist, was die Versorgung mit Turnus- und Fachärzten erschwert. Wenn er zaubern könnte, würde er die Bausub- stanz des Hauses modifizieren. Er schätzt das Arbeitsklima im Klinikum und die Region, die immer schon seine war: „Ich bin nach meiner Facharztausbildung hierher zurückgekehrt, obwohl mir als Anästhesist auch andere Optionen offen gestanden wären.“ Und es tut ihm gut, dass er für seinen Sohn immer rasch erreichbar sein kann.Entspannung findet der verheiratete zweifache Vater bei seiner Familie und seinen Hobbys, vor allem in seiner Funktion als Stadtfeuerwehrkommandant.

Kaufmännischer Standortleiter:


Dipl. KH-BW Karl Binder


Karl Binder war Materialeinkäufer, baute unter anderem Warenwirtschaft und Inventarbuchhaltung auf, übernahm 1984 die EDV und immer mehr Aufgaben wie Kostenrechnung und Controlling, wurde 1991 Kaufmännischer Direktor des KH Gmünd und ist seit der Zusammenlegung Kaufmännischer Standort- leiter.Der Dienst am Menschen motiviert ihn, die Freude, wenn sein Team et- was schafft. Intoleranz, Lügen und präpotente Überheblichkeit ärgern ihn. Mit- telfristiges Ziel ist der positive Abschluss des grenzüberschreitenden EU-Pro- jekts mit Südböhmen, und damit eine Vergrößerung der Versorgungsregion und mehr Image für Gmünd. Er beschäftigt sich viel mit infrastrukturellen Ver- besserungsmöglichkeiten.An der neuen Konstellation der Landeskliniken- Hol- ding schätzt er, der in seinem Haus fast jeden kennt, das neue Gesprächskli- ma und das Miteinander.Entspannen kann sich der verheiratete vierfache Va- ter – der Jüngste kam heuer zur Welt - beim Gitarre spielen und Malen, erho- len am Besten im Urlaub mit der Familie, am liebsten beim Schifahren in Zau- chensee. Er liebt gegrillte Garnelen und landestypische Speisen ferner Län- der. Wirklich zu Hause ist er in der Region, betont er: „Ich bin hier als Waise gemeinsam mit meiner Schwester bei meinen Großeltern aufgewachsen, die Bevölkerung hat uns nach dem Tod unserer Eltern unterstützt. Vielleicht kommt auch mein soziales Engagement da her: Ich möchte den Menschen etwas zurückgeben, das sie mir gegeben haben.“

Pflegerische Standortleiterin:


DGKS Herta Weissensteiner, MBA


DGKS Herta Weissensteiner wollte schon als Kind OP-Schwester werden. Ihre Ausbildung absolvierte sie in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Zwettl und startete 1982 als OP-Schwester im LK Waidhofen/Thaya. Sie wechselte ins Orthopädische Krankenhaus Wien-Speising, wo sie interimsmäßig die OP-Lei- tung übernahm. Als 2000 im LK Gmünd die Orthopädie eröffnete, kehrte sie zu- rück ins Waldviertel und baute die Abteilung gemeinsam mit Prim. Dr. Bernhard Bader auf. Seit 2009 ist sie stellvertretende Pflegedienst-Leitung, seit 2011 OP- Leitung.Vor zwei Jahren begann sie berufsbegleitend die Ausbildung zur Pfle- gedienstleitung, die sie vor dem Sommer abschließen will, und schreibt bereits an ihrer Master Thesis – diese Ausbildung will sie bis Jahresende abschließen: „Ich liebe meinen Beruf sehr und im Laufe der Ausbildungen wurde mir klar, dass ich noch eine weitere Herausforderung annehmen möchte.“ Motiviert fühlt sie sich immer wieder durch die hohe Kompetenz ihrer Mitarbeiterinnen.Zu ih- ren Zielen zählt die Weiterentwicklung der Kommunikation auf Führungsebene, die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit und das Thema Gesund- heitspflege in einer alternden Gesellschaft. Dass auch die Zahl der älteren Mit- arbeiter steigt, die nicht mehr voll einsetzbar sind, bereitet Weissensteiner Sor- gen. An der NÖ Landeskliniken- Holding und der Versorgungsregion Waldviertel schätzt sie die klaren Strukturen und die Vernetzung.Die Mutter zweier erwach- sener Töchter findet durch die berufsbegleitenden Ausbildungen derzeit wenig Zeit für ihre Hobbys, wie singen, wandern und Rad fahren. Sie liebt Kartoffel- und Nudelgerichte jeder Art und verwöhnt sich gern mit Backen und Essen von Süßem, „zu viel“, wie sie meint. Doch beim gemeinsamen Essen und Reden mit Freunden kann sie einfach gut entspannen. Sie liebt die Region und arbeitet gerne hier – und hat ein anspruchsvolles Motto, das für sie gleichzeitig Pro- gramm ist: „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.“