10 FRAGEN

10 Fragen

Sonja Czegley, LK Mödling

Sonja Czegley auf Tour im Gesäuse, Bruckgraben, Sommer 2018.


Sonja Czegley ist Sozialpädagogin im Landes-klinikum Mödling. Seit über 20 Jahren arbeitet sie am Standort Hinterbrühl, in der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie, mit Kindern und Jugendlichen im stationären Bereich. Dass sie nach dem Lehramt-Studium für Hauptschulen in Mathematik und Geographie an die Heilpädagogische Station Hinterbrühl kam, war eigentlich nur als Zwischenlösung gedacht. Doch es gefiel ihr so gut, dass sie noch heute im selben Haus arbeitet.

Czegleys Privatleben war schon immer geprägt von besonderen Leidenschaften, viele Jahre hindurch waren es die Pferde. Zum Höhlenklettern kam sie durch ihren Partner, einem Mitglied der Höhlenrettung. Ihre erste Höhlenbefahrung war die „Falkensteinerhöhle“ in Baden-Württemberg. Mit Herzklopfen bis zum Hals und einer Taucherbrille im Gepäck wagte sie damals den ersten Schritt ins kalte Wasser.

Dieses erste Höhlenerlebnis im Sommer 2016 empfand sie als so beeindruckend und euphorisierend, dass es sie nicht mehr losließ. Seitdem hat Czegley eine ganze Reihe weiterer Höhlen befahren, zu zweit und in Gruppen. Dazu kamen bald auch Schachthöhlen, die wiederum ganz andere Ansprüche stellen. Die sportliche Herausforderung ist nicht zu unterschätzen – sowohl das Überwinden schwieriger Passagen, wie vertikaler Engstellen, als auch das oft stundenlange dreidimensionale Klettern in ständig wechselnder Richtung.

Die Faszination beim Höhlenklettern: Im Inneren der Erde herrscht eine ganz besondere Ruhe und die Welt scheint sich zu relativieren. Man fühlt sich tief geerdet in dieser Umgebung, die seit Jahrtausenden unverändert besteht, ist Czegley überzeugt. Bisher besuchte sie Höhlen in Österreich, Deutschland und Ungarn, eine weitere Reise wird sie bald nach Italien führen.


Was macht Ihnen die meiste Freude am Beruf?

Die abwechslungsreiche und großteils eigen-verantwortliche Arbeit mit Jugendlichen. Diese bietet viel Raum, um die eigene Persönlichkeit, Empathie und Kreativität einzubringen.


Was bringt Sie zum Lachen?

Kabaretts mit Niveau, Situationskomik und auch mal meine eigenen Hoppalas.


Worüber ärgern Sie sich?

Über den Sprachverfall, manche politischen Entscheidungen und über laute, aggressive Menschen.


Mit welchen drei Wörtern würden Ihre Kolleginnen und Kollegen Sie beschreiben?

Loyal, ehrlich, direkt.


Ihr Motto?

Versuche, die Dinge auch von der anderen Seite zu betrachten und lerne aus allem.


Drei Dinge bzw. Personen, die Sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden?

Meinen Partner, meinen Hund Aida und Outdoorausrüstung.


Mit welcher Person würden Sie gern einen Kaffee trinken gehen?

Mit Albert Einstein.


Wozu hätten Sie gern mehr Zeit?

Ich würde gerne ein Buch schreiben. Außerdem hätte ich gerne mehr Zeit für  kreatives Gestalten im handwerklichen Bereich.


Wenn Sie eine Sache an sich ändern könnten, was wäre das?

Manchmal mehr Gelassenheit und weniger denken könnten nicht schaden.


Was gefällt Ihnen an Ihrem Klinikstandort am besten?

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen mit einem gemeinsamen Ziel.

erschienen in WIR INTERN 03/2019