LGA

Bewährte Führungscrew

Was bedeuten die neue Landesgesundheitsagentur und die Bestellung des Vorstands und des Medizin- und Pflege-Direktors  für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ?

Dipl. KH-BW Helmut Krenn, bisher Kaufmännischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, ist zum Vor- stand der NÖ Landesgesundheitsagentur bestellt: „Nach 15 Jahren intensiver Arbeit für die NÖ Landeskliniken- Holding ist die neue Aufgabe eine große und gute Herausforderung, die ich mit Dankbarkeit und gleichzeitig gro- ßer Motivation annehme. Denn es handelt sich um ein Jahrhundert-Projekt und um einen guten zukunftsorientierten Schritt für Niederösterreich im Sinne der Patientinnen, Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner,

aber auch im Sinne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler, bisher Geschäftsführer Personal und Organisation der NÖ Landeskliniken-Holding, ist zum Vorstand der NÖ Landesgesundheitsagentur bestellt: „Ich spüre bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowohl der Kliniken als auch der Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren, dass der Spirit passt und sie bereit sind für die anstehenden Veränderungen. Viele sehen die Chancen, zum Beispiel leichter den Arbeitsplatz wechseln und an die persönlichen Bedürfnisse anpassen zu können.“

Dr. Markus Klamminger, bisher Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, leitet die neue Di- rektion Medizin & Pflege der NÖ Landesgesundheitsagentur: „Ich habe von Anfang an in der NÖ Landeskliniken- Holding mitgearbeitet und die Chance sehr geschätzt, hier mitzugestalten. Meine neue Aufgabe reizt mich sehr und ich freue mich darüber, mit 60 in so ein spannendes und wichtiges Projekt zu starten. Denn das Thema Betreu- ungszentren ist völlig neu für mich, ergänzt aber sehr gut meine bisherige Arbeit.“

Präsentation der Vorstände der Landes-gesundheitsagentur: (v.l.) LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, der Direktor für Medizin & Pflege Markus Klamminger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-

Leitner, Vorstand Helmut Krenn, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, xLandesrat Martin Eichtinger

fotoS: Philipp Monihart

Dipl. KH-BW Helmut Krenn und Mag. Mag.(FH) Konrad Kogler wurden am 25. Februar als Vorstände der Landesge- sundheitsagentur bestellt, Dr. Markus Klamminger übernimmt die Direktion Medizin & Pflege. Die drei bisherigen Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding hatten sich einem gründlichen Bewerbungsprozess gestellt und gin- gen daraus als jeweils Bestqualifizierte hervor.

Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, um die niederösterreichischen Kliniken und die Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren künftig unter einem gemeinsamen Dach zu planen, zu steuern und zu führen. Das Ziel: Von der Ge- burt bis hin zur Pflege im hohen Alter können sich die Menschen auf die beste Betreuung verlassen. Darüber hinaus vereinfacht die neue Struktur Prozesse und ermöglicht eine bessere Koordination im Gesundheits- und Pflegewesen.


Was die LGA für die Bevölkerung bedeutet

Der große Vorteil, erklärt Vorstand Helmut Krenn: „Aus Schnittstellen in der Versorgung werden echte, gut funktio- nierende Nahtstellen. Das bedeutet mehr Sicherheit und mehr Service. Wir sprechen von einheitlichen Vorgehens- weisen in beiden Einrichtungen, von optimal aufeinander abgestimmten Standards und Prozessen. Ist es zum Bei- spiel nötig, dass ein älterer Mensch nach einer Operation noch gepflegt wird, aber keine oder nur wenig ärztliche Versorgung braucht, muss er auch nicht mehr in einem Klinikum

bleiben. In einer entsprechenden Remobilisations-Station erhält er Pflege und gleichzeitig Physio- und Ergotherapie, damit er wieder zuhause leben kann. Oder er bekommt Kurzzeitpflege im Pflege- und Betreuungszentrum und kann dann wieder nachhause – je nach seinen Bedürfnissen.“


Was die LGA für Mitarbeitende bedeutet

Die Veränderungen bringen viel Positives für die Teams in den Kliniken und Heimen, sagt der neue Vorstand Konrad Kogler: „Die 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Bereichen beschäftigt sind, von der medizinischen Versorgung, der Langzeitpflege bis zu IT oder Facility Management, haben zahlreiche Ideen und Vi- sionen, wie man eine moderne Patienten- und Bewohnerbetreuung garantieren kann. Sie alle sind mit viel Engage- ment und Herz bei ihrer Arbeit. Gemeinsame Fortbildung stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten, Bewohnerin- nen und Bewohner gleiche Auskünfte und einheitliche Behandlungsmethoden nach neuestem pflegerischen und medizinischen Wissensstand bekommen. Durch das verbesserte Zusammenspiel in den Kliniken und Pflege-, Be- treuungs- und Förderzentren sollen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet werden. Dadurch wollen wir er- gänzend zu den guten Arbeitsbedingungen wie Teilzeit, flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und vieles mehr nicht nur sichere, sondern auch sinnstiftende Tätigkeiten anbieten.“


Erste Bewährungsprobe

Die aktuelle Corona-Krise stellt auch die NÖ Landesgesundheitsagentur und die NÖ Kliniken und Pflege-, Förder- und Betreuungszentren vor neue Herausforderungen. Doch: Gerade jetzt zeigen sich die Vorteile der Landesge- sundheitsagentur, betont der Direktor für Medizin & Pflege, Markus Klamminger: „Eine einheitliche Planung und Steuerung ermöglicht ein koordiniertes und strukturiertes Vorgehen und gibt damit Sicherheit. So wurden in enger Abstimmung mit den einzelnen Standorten Kliniken definiert, die für die Betreuung der an COVID-19 erkrankten Menschen zuständig sind. Damit können wir höchste Standards in der Versorgung unserer Patientinnen und Patien- ten erfüllen. Ein gemeinsames Dach ermöglicht es uns aber auch, Personal genau dort einzusetzen, wo es am meisten gebraucht wird. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken! Für den unbezahlbaren Beitrag, den Sie alle für die Gesundheitsversorgung leisten und für Ihre gegenseitige Unterstüt- zung, die im gesamten Unternehmen erlebbar wird.“

Und Helmut Krenn ergänzt: „Ein für uns alle präsentes Thema ist die Versorgung mit notwendigen Materialien und fast täglich gibt es dazu neue Informationen. Ein hochspezialisiertes Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentrale und der Kliniken bewertet diese laufend und steht in engem Kontakt mit allen relevanten Firmen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit einer ausgereiften Logistik dafür zu sorgen, dass die Artikel in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Engagement von Ih- nen allen, den 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Unglaubliches leisten und über sich hinauswachsen, die Krise gemeinsam meistern werden.“


Kraft & Ausdauer

Eine Krisensituation verlangt enorm viel von allen Mitarbeitenden ab. Umso wichtiger sei es jetzt, auf die physische und psychische Gesundheit aller Teams zu achten, sagt Konrad Kogler: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen, ob in den Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren, den Kliniken oder der Zentrale erbringen seit vielen Tagen, und mittlerweile Wochen, Höchstleistungen. Sie alle geben ihr Bestes, für das eine gemeinsame Ziel, die Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner bestmöglich zu betreuen und die Versorgung si- cherzustellen. Ich denke uns allen ist bewusst, dass wir noch viel Kraft und Ausdauer benötigen werden, denn es steht noch eine fordernde Zeit vor uns. Das heißt für meine Kollegen im Vorstand und der Direktion und mich, aber natürlich auch für alle Führungskräfte im Unternehmen, dass wir jetzt sehr genau auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schauen müssen. Denn ohne sie alle wäre die derzeitige Lage nicht zu bewältigen. Wir müssen unserer Verantwortung nachkommen und auf die physische, aber auch psychische Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen achten. Bei allen Herausforderungen spüre ich aber auch ganz deutlich einen enormen Zusammenhalt, der mir in vielen Gesprächen bestätigt wird. Gerade deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir es gemeinsam schaf- fen werden, gestärkt aus der Krise heraus zu gehen.“


Riki Ritter-Börner

erschienen in WIR INTERN 02/2020