UNSERE KLINIKEN

Univ.-Prof. Dr. Dr. Rolf Ewers (emeritierter Vorstand der Universitätsklinik für MKG-Chirurgie der Medizinischen Univer- sität Wien), Prim. Univ.-Prof. DDr. Franz Watzinger (Leiter der Klinischen Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichts- chirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten), em. Prim. Univ.-Prof. DDr. Hubert Porteder (ehem. Leiter der Klinischen Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten), em. Prim. MR. HR. Prof. Dr. Ro- bert Fischer (erster Leiter der Klinischen Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten)

Universitätsklinikum St. Pölten:

40 Jahre Klinische Abteilung für Mund-, Kiefer- und Ge- sichtschirurgie

ST. PÖLTEN – Anlässlich 40 Jahre Klinische Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten fand am 18. Oktober 2019 ein Herbstsymposium mit zahlreichen Gästen und spannenden Vorträgen statt.

Nach  der  Begrüßung  durch  Prim.  Univ.-Prof.  Dr.  Christoph  Hörmann,  stellv.  Ärztlicher Direktor am Universitätskli- nikum St. Pölten und Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger, Rektor an der Karl-Landsteiner Privatuniversität für Gesundheits- wissenschaften folgte die feierliche Eröffnung des Herbstsymposiums durch Dr. Markus Klamminger, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding. Herr Prof. Watzinger stellte zu Beginn das Projekt der computerge- stützten Operationstechniken mittels 3D Planung und intraoperativen Umsetzung mittels Schablonen aus dem hausei- genen 3D Drucker vor.



Im Anschluss hielten die Ehrengäste, darunter HR Prof. Dr. Robert Fischer und MR Univ.- Prof. DDr. Hubert Porteder, beide ehemalige Abteilungsleiter der Klinischen Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätskli- nikum St. Pölten, Kurzreferate. Herr Prof. Ewers, der emeritierte Vorstand der Universitätsklinik für MKG an der Medizi- nischen Universität Wien hielt einen Vortrag über die Entwicklung der computergestützten Operationstechniken in Wien und die daran maßgebliche Mitarbeit von Prof. Watzinger, seinem  damaligen  Klinikvorstand-Stellvertreter.  OA  DDr. Bernhard  Stocker  gab  einen Überblick der letzten 40 Jahre und einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen.


Im anschließenden Vortrag von Prim. Univ.-Prof. DDr. Franz Watzinger stand die zahnärztliche Chirurgie im Fokus, er sprach über Bewährtes und Neues in diesem Bereich. Der erste OA Dr. Markus Strasser legte seinen Schwerpunkt auf die chirurgische Korrektur von Fehlstellungen der Kiefer- und Gesichtsknochen (Dysgnathien), auch ging er auf die neuesten Entwicklungen der computergestützten Operationstechniken ein. Er wies darauf hin, dass gerade in dieser Disziplin ein reger Austausch mit dem niedergelassenen Bereich erstrebenswert ist.


Das Behandlungsspektrum der Klinischen Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten erstreckt sich neben den schon erwähnten Korrekturen von Dysgnathien auf Verletzungen des Gesichts und des Gesichtsschädels, die operative Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Tumoren sowie Fehlbildungen, wie Lippen- Kiefer-Gaumenspalten.  Weiters  gehören  auch  ästhetische  Beeinträchtigungen  des Gesichtes sowie Erkran- kungen des Kiefergelenkes in das Fachgebiet.


Bei   komplizierten   zahnärztlich-chirurgischen   Eingriffen   werden   die   Patientinnen   und Patienten vom Zahnarzt an das Universitätsklinikum überwiesen und hierorts behandelt. So werden beispielsweise nach Zahnverlust oder kom- pletter Zahnlosigkeit in der zahnärztlich- chirurgischen Ambulanz Implantate gesetzt. Bei Defekten nach Tumoropera- tionen oder Traumen oder bei Altersatrophie von Gesichtsknochen, zum Beispiel im Bereich der Kiefer, werden kno- chenaufbauende Operationstechniken, in manchen Fällen auch Knochentransplantationen, durchgeführt. Gerade bei diesen Operationen gewinnt die dreidimensionale  Planung  mit  Computersimulation  zum  Erreichen  des  bestmögli- chen ästhetischen und funktionellen Ergebnisses immens an Bedeutung.


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