NACHWUCHS FÖRDERN

Startschuss für neue Gesundheitsreform

Jeder und jede von uns will bis ins hohe Alter gesund sein. Das Land NÖ legt mit dem „Gesundheitsreformgesetz 2020“ den Grundstein für eine erstklassige medizinische und pflegerische Versorgung.

Das „Gesundheitsreformgesetz 2020“ wurde einstimmig beschlossen: (v.l.) Landesrätin Ulrike Königsberger-Lud- wig, Landesrat Martin Eichtinger, LH-Stellvertreter Franz Schnabl, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landes- hauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrat Gottfried Waldhäusl, Landes- rat Ludwig Schleritzko und Landes-rätin Petra Bohuslav

foto: NLK Pfeiffer

In Niederösterreich können sich Patientinnen und Patienten in 27 Landes- und Universitätskliniken sowie in 50 Pfle- ge-, Betreuungs- und Förderzentren auf eine ausgezeichnete Qualität und beste Versorgung verlassen. Die Über- nahme der Krankenhäuser durch das Land und die Gründung der NÖ Landeskliniken-Holding im Jahr 2004 waren wichtige Schritte der Vergangenheit, um eine landesweit qualitätvolle Versorgung auf hohem Niveau zu ermöglichen.

Nun geht es darum, die aktuellen Chancen und Herausforderungen zu nützen und zu meistern, wie die demogra- phische Entwicklung, den Fortschritt in der Medizin oder die Digitalisierung: Um für die Zukunft gut gerüstet zu sein, gab das Land NÖ im Februar den Startschuss für die Entwicklung der niederösterreichischen Landesge- sundheitsagentur. Damit sollen alle Kliniken sowie die Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren des Landes unter einem Dach vereint werden – und damit rund 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  Ziel ist, Gesundheit und Pflege gemeinsam zu managen, zu steuern und zu planen. Die gesetzliche Grundlage für die Landesgesundheits- agentur ist das „Gesundheitsreformgesetz 2020“. Dieses wurde nun in einer Sitzung der Landesregierung einstim- mig beschlossen. Im November wird das Gesetz dann im Landtag behandelt.


Versorgung der Zukunft

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagt, diese gesetzliche Grundlage ermöglicht, dass die Landesgesund- heitsagentur mit 1. Jänner 2020 in Umsetzung gehen kann. Einen Expertenrat, dem unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Patientenanwaltschaft, der Gesundheitskassen oder von Selbsthilfegruppen angehören werden, sieht sie als wichtiges Gremium der Landesgesundheitsagentur, das die besten Empfehlungen abgeben kann. Wichtig sei es auch, die Weisungsfreiheit des Patienten- und Pflegeanwaltes in der Verfassung des Landes festzuschreiben.

„Ziel der Gesundheitsreform 2020 ist es, die Versorgung unserer niederösterreichischen Landsleute auf höchstem Niveau in einer zukunftsträchtigen Struktur zu sichern“, sagt Johanna Mikl-Leitner. So werde das Geld, das in den Gesundheits- und Pflegebereich investiert wird, auch optimal im Sinne der Patientinnen und Patienten genutzt. Denn egal wie jemand versorgt oder gepflegt wird, soll sie oder er sich auch in Zukunft in besten Händen wissen – und das 365 Tage im Jahr. Mit Ende 2020 soll die Landesgesundheitsagentur dann voll arbeitsfähig sein.

erschienen in WIR INTERN 05/2019