LANDARZT

Initiative Landarzt Niederösterreich

Vorausschauende Maßnahmen sollen einen Ärztemangel verhindern.

Die medizinische Versorgung in Niederösterreich liegt auf hohem Niveau – mit den 27

Klinikstandorten in allen Regionen Niederösterreichs und der flächendeckenden Versorgung im niedergelassenen Be- reich. Bei derzeit 770 Kassenverträgen im niedergelassenen Bereich sind etwa  fünf Stellen derzeit nicht besetzt. Zwar we- niger als ein Prozent, aber für die Politik dennoch „ein klares Signal, hier Maßnahmen zu setzen und vorausschauend zu handeln“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Gemeinsam mit LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Lan- desrat Ludwig Schleritzko gab sie daher den Startschuss für die „Initiative Landarzt Niederösterreich“.

Ein Sofort-Maßnahmenpaket umfasst vor allem folgende Punkte: Zum einen eine „Landarzt-Garantie“, das heißt, für über ein Jahr nicht besetzte Praxen stellt die NÖ Landeskliniken-Holding Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung und der NÖGUS unterstützt sie bei der Modernisierung der Praxis mit bis zu 50.000 Euro. Zum anderen können Landärzte bei schwierigen Einsätzen Unterstützung etwa durch Rettungsorganisationen anfordern.

Im Zuge von Struktur-Maßnahmen soll der Vollausbau der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissen- schaften bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein. Weiters fordert man seitens des Landes Niederösterreich von der Bundes- regierung, die Studienplätze für Medizin aufzustocken.

Darüber hinaus wird die Initiative des Landes, junge Menschen auf die Eingangstests des Medizin-Studiums vorzuberei- ten, weiter ausgebaut. Und ab Sommer 2018 stehen Lehrpraxis-Stellen für eine praxisnahe Ausbildung zur Verfügung.