PFLEGE

Ausbildungs-Offensive

Zusätzlich 400 Ausbildungsplätze im Pflegebereich

Ausbildungsoffensive im Pflegebereich: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (2.v.r.), Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (2.v.l.), Landesrat Martin Eichtinger (1.v.r.) und AMS-NÖ-Geschäftsführer Sven Hergovich (1.v.l.) mit Pflegekräften aus dem Pflege- und Betreuungszentrum St. Pölten.

Umfassendes Maßnahmenpaket für die Ausbildung im Pflegebereich:

400 zusätzliche Ausbildungsplätze werden bereitgestellt, rund 3,5 Millionen Euro werden dafür seitens des Landes Niederösterreich investiert, 3,8 Millionen Euro kommen vom AMS Niederösterreich. Arbeit und Beschäftigung sowie Gesundheit und Pflege seien „zwei ganz zentrale und wichtige Themen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leit- ner. Zwar gebe es eine „äußerst positive Entwicklung“, verwies sie auf den Anstieg der Beschäftigung sowie das Sin- ken der Arbeitslosigkeit, es gebe aber auch Bereiche mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Gleichzeitig werden die Menschen immer älter.

Darauf müsse man sich einstellen, denn eine Bedarfserhebung habe gezeigt, dass es sowohl im diplomierten Bereich als auch in der Pflegefachassistenz und in der Pflegeassistenz einen Mehrbedarf gebe. Um auf diese Entwicklungen zu reagieren, setzt man jetzt ganz konkrete Maßnahmen: Zu den rund 1.000 Ausbildungsplätzen pro Jahr für Pflege- Fachkräfte in Niederösterreich wird es nun 400 zusätzliche Ausbildungsplätze geben. Das Land Niederösterreich wird dafür rund 3,5 Millionen Euro zusätzlich investieren. So werden im Bereich der diplomierten Gesundheits- und Kran- kenpflege die derzeit 222 Plätze an den Standorten St. Pölten, Krems und Wiener Neustadt ab Herbst dieses Jahres auf 300 Ausbildungsplätze angehoben. Das Angebot der Pflegefachassistenz wird ab Herbst auf 350 Plätze pro Jahr erweitert.

Im Bereich der Pflegeassistenz gibt es zurzeit 402 Ausbildungsplätze, hier wird das Angebot mit dem Projekt „AQUA für die Pflege“ erweitert. „AQUA“ stehe für „Arbeitsplatznahe Qualifizierung“, damit kann man zusätzlich 140 Personen ins Programm aufnehmen. In den landwirtschaftlichen Fachschulen wird ab dem kommenden Schuljahr eine Heimhil- fe-Ausbildung angeboten. Dieses Angebot ermöglicht einen raschen Einstieg in den Pflegeberuf. Weiters wird an vier Standorten die Pflegeassistenz-Ausbildung angeboten.

erschienen in WIR INTERN 01/2019