UNSERE MENSCHEN

Der Ärztliche Standortleiter Prim. Dr. Michael Böhm (rechts) und Palliativarzt Dr. Norbert Wißgott (links) freuen sich mit Elisabeth Steffel über die er- folgreich absolvierte Zusatzausbildung.

Vertiefung des Fachwissens

GMÜND – Palliativkoordinatorin Elisabeth Steffel, BSc, MBA absolvierte an der PMU (Paracelsus Medizinische Pri- vatuniversität) in Salzburg den einjährigen Lehrgang Psychosozial-spirituelle Palliative Care.


Zur Vertiefung ihres Fachwissens entschied sich Elisabeth Steffel, Palliativkoordinatorin im Landesklinikum Gmünd zu ei- ner speziellen Weiterbildung an der PMU Salzburg. Der einjährige Lehrgang „Psychosozial-spirituelle Palliativ Care“  dien- te neben der Vermittlung und Vertiefung von palliativem Fachwissen der persönlichen Auseinandersetzung und Einste- llung von Leben und Sterben und Einbindung dieser Rolle in einem multiprofessionellen Palliativteam. „Bei der Betreuung von schwerkranken Menschen nehmen die psychosoziale und spirituelle Begleitung einen ebenso wichtigen Stellenwert ein wie medizinische und pflegerische Komponenten“, erklärt Elisabeth Steffel. „Die Möglichkeiten, Emotionen äußern zu können, Ausnahmesituationen entsprechend zu begegnen und die persönlichen Ressourcen von Patientinnen und Patien- ten und deren Angehörigen zu unterstützen und zu stärken ist die Mission von psychosozialem und spirituellem Geleit. Deshalb lagen die Schwerpunkte dieses fachspezifischen Vertiefungslehrganges auf psychologischen, psychiatrischen und psychotherapeutischen Faktoren.


Die Ausbildung umfasste neben 150 theoretischen Unterrichtseinheiten ein vierzigstündiges Praktikum in einem anderen palliativen Bereich als dem eigenen, sowie eine schriftliche Projektarbeit und deren Präsentation. Für die schriftliche Ab- schlussarbeit wählte Elisabeth Steffel das Thema „Tiergestützte Interventionen in einer mobilen Palliativbetreuung“. Die Recherchen zeigten, dass tiergestützte Interventionen zu einer Verbesserung der Lebensqualität von Palliativpatienten vie- l beitragen können. Persönlich nutzte sie diese Erkenntnis, denn seit September 2018 lebt eine Golden Retriever Hündin im Haushalt von Elisabeth Steffel, die derzeit dahingehend ausgebildet wird, um in die tägliche Betreuung von Palliativpatie- nten miteinbezogen werden zu können- .


Der Ärztliche Standortleiter Prim. Dr. Michael Böhm freut sich über die erfolgreich abgeschlossene Zusatzausbildung und meint: „Die Betreuung schwerstkranker Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen ist für das Pflegepersonal nicht nur in fachlicher, sondern vor allem auch in emotionaler und psychischer Hinsicht eine besondere Herausforderung und verlangt viel Stärke, aber gleichzeitig Feingefühl und Einfühlungsvermögen. Es ist gut, dass es solche fachspezi- fischen Ausbildungsangebote gibt, weil sie zur mentalen Festigung des Pflegepersonals beitragen- .“