UNSERE KLINIKEN

Gynäkologinnen und Gynäkologen, Hebammen und Anästhesistinnen und Anästhesisten wurden zur aktuellen Theorie und Guidelines geschult und trainierten in Kleingruppen die verschiedenen Notfallszenarien.

Hebamme Maria Krempl, OÄ Dr. Kehinde Wewe, OA Dr. Max Schmid und OA Dr. Darko Tomica übten zum Notfall „Schulterdystokie“.

Gerüstet für den Notfall

SCHEIBBS. Das praktische Beüben verschiedener Notfallszenarien sowie die aktuelle Theorie und Guidelines für „Not- fälle im Kreißzimmer“ waren Inhalt des letzten Schulungstages auf der Geburtenstation. Nicht nur Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie die Hebammen stellten sich den Herausforderungen, sondern auch die Anästhesistinnen und An- ästhesisten nahmen am interdisziplinären Notfalltraining teil.

Verschiedene   Notfallszenarien,   die   jederzeit   unvorhergesehen   und   unerwartet   im Kreißzimmer  eintreten  kön- nen,  wurden  kürzlich  an  vier  theoretischen  und  praktischen Übungseinheiten simuliert.


Die Schulterdystokie, wo nach Geburt des Kopfes das Baby mit den Schultern im Becken hängt, ein eklamptischer Krampfanfall der Mutter, eine lebensbedrohliche Blutung (Atonie) oder die kindliche Reanimation bei einer Bradykardie (verlangsamter Herzschlag) sind Ereignisse,  die  –  Gott  sei  Dank  –  sehr  selten  auftreten.  Nichtsdestotrotz  ist  es sehr wesentlich, auch diese Ereignisse, die manch Geburtshelfer gar nicht oder nur sehr selten in seiner beruflichen Laufbahn erlebt, regelmäßig zu schulen und praktisch zu trainieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass bei Auf- treten dieser lebensbedrohlichen Ereignisse während der Geburt rasch und professionell von allen beteiligten Berufs- gruppen gehandelt werden kann.


Direkt im Kreißzimmer stellten sich alle in Notfallsituationen beteiligten Personen den Aufgaben des Trainerteams. Im anschließenden Feedback der externen Trainer der Fa. SimCharacters   und   der   gemeinsamen   Reflexion   konnten die   Mitarbeiterinnen   und Mitarbeiter wertvolle Inputs und Anregungen, vor allem aber auch eine lobende Bestärkung der bisherigen Arbeitsweise entgegennehmen.


„Es war wieder eine große Motivation der an der Übung beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkennbar, seltene Ereignisse wurden professionell trainiert und das Sicherheitsgefühl weiter gestärkt. Denn nur wer übt, wird sich im Not- fall sicherer fühlen.“, so der Abteilungsleiter Prim. Dr. Peter Diridl.


Die  leitende  Hebamme  Elfriede  König  bedankte  sich  beim  Team  und  fügt  hinzu:  „Wir nehmen Verbesserungs- potential wahr und sind stets bemüht, Abläufe zu reflektieren und auch das Notfallequipment zu optimieren. Im Be- darfsfall hat gemeinsames, rasches und professionelles  Handeln  zum  Wohle  jedes  einzelnen  Neugeborenen  und deren  Mütter oberste Priorität.“