UNSER WEG - ELGA

FAQ zu ELGA

Seit Jänner gibt es die elektronische Gesundheitsakte in den NÖ Kliniken.

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Schnelldurchlauf.

Seit 10. Jänner 2017 gibt es die elektronische Gesundheitsakte ELGA in den NÖ Kliniken

Welche Informationen müssen in das System eingespielt werden und von wem?

• Laborbefunde und Befunde der bildgebenden Diagnostik: Innerhalb der NÖ Landeskliniken-

Holding werden sowohl die ambulanten als auch die stationären Befunde nach ELGA bereitge

stellt.

• Entlassungsbriefe: Krankenanstalten sind verpflichtet, Entlassungsbriefe aus stationären Auf

enthalten über ELGA bereitzustellen. Die Dokumente müssen für ELGA in einem neuen

Format („Clinical Document Architecture“, CDA) bereitgestellt werden.

• Die technische Umsetzung erfolgt im Krankenhaus-Informations-System (KIS).


Was ist bei der Aufnahme von Patientinnen und Patienten wichtig?

Rechtliche Patientenidentifikation (PI):

• Vorlage eines Lichtbildausweises und der E-Card

• Patientin bzw. Patient ist der Aufnahmekraft persönlich bekannt.

• Begleitperson (Lichtbildausweis bzw. der Aufnahmekraft persönlich bekannt) bestätigt

Identität der Patientin bzw. des Patienten.


Warum ist die rechtliche Identifikation wichtig für ELGA?

Zur Wahrung der Rechte der Patientin bzw. des Patienten wie:

• Recht auf Bereitstellung der elektronischen Befunde in ELGA

• Einsicht in eigene ELGA-Gesundheitsdaten und eigenes ELGA-Protokoll

• Generelles Opt-Out (GOO)

• Verlängerung/Sperre/Kürzung der Zugriffsberechtigung für den Gesundheitsdiensteanbieter

• Sperre einzelner Dokumente für ELGA durch Situatives Opt-Out (SOO)


Müssen die Patientinnen bzw. Patienten im Zentralen Patientenindex (Z-PI) gesucht werden?

• Ja. In Österreich versicherte Patientinnen und Patienten müssen im Z-PI gefunden werden.

Voraussetzung dafür ist eine korrekte Versicherungsnummer.

• Kein Treffer im Z-PI -> keine Dokumente in ELGA


Was ist die Opt-Out(Widerspruch)-Möglichkeit?

Patientinnen und Patienten haben die Möglichkeit, elektronisch oder schriftlich einen gänzli- chen oder teilweisen Widerspruch (Opt-Out) an der ELGA-Teilnahme bekanntzugeben.

Im Klinikum gibt es die Möglichkeit zum Situativen Opt-Out (SOO) zum Zeitpunkt der Identifi- kation oder im Laufe eines Klinikumaufenthalts. Bisher gespeicherte ELGA-Gesundheitsdaten bzw. zukünftig gespeicherte ELGA-Gesundheitsdaten von anderen Behandlungsfällen bleiben davon unberührt bzw. werden in ELGA gespeichert.

Unabhängig von der besonderen Aufklärungspflicht kann zu jedem Zeitpunkt der Behandlung vom SOO Gebrauch gemacht werden. Zeitnahe muss in der zuständigen Aufnahme auch elek- tronisch das Situative Opt-Out aktiviert werden.


Was ist ein Situatives Opt-Out?

• Bezieht sich auf konkreten Behandlungs- oder Betreuungsfall (Aufnahmezahl)

• Auf ausdrücklichen Wunsch der Patientin bzw. des Patienten

• Befunde für diesen Fall werden nicht in ELGA gespeichert

• Flag ist im jeweiligen KIS zu setzen

• Ab dem vollendeten 14. Lebensjahr kann die Patientin bzw. der Patient selbst über das SOO entscheiden, für jüngere Patientinnen bzw. Patienten entscheiden Erziehungsberechtigte.

Der Krankenakte muss unterschrieben das holdingweite Formular „Erklärung zur Wahrneh- mung der ELGA-Teilnehmer/innen-Rechte“ beigelegt werden.


Was ist während der Behandlung zu tun?

Der Zugriff auf ELGA-Gesundheitsdaten in der elektronischen Krankenakte einer Patientin bzw. eines Patienten wird durch die Software NÖ-docviewer direkt aus dem KIS heraus ermöglicht. Diese unterstützen etwa automatisches oder gezieltes Suchen und den Download aller nieder- österreichischen Befunde bzw. ELGA-Dokumente zu dem richtigen Patienten/der richtigen Pa- tientin. Die Entscheidung, ob ein ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter im Behandlungs- oder Be- treuungsfall die ELGA-Gesundheitsdaten der Patientinnen und Patienten aufruft bzw. in die ELGA-Gesundheitsdaten Einsicht nimmt oder nicht, obliegt seiner fachlichen Entscheidung.


Was sind Sonderfälle?

Bei den folgenden beschriebenen Sonderfällen ist ungeachtet der Entscheidung der Patientin- nen bzw. Patienten für oder gegen ein SOO das Formular unterschrieben der Krankenakte bei- zulegen. Die Patientin bzw. der Patient muss vom Gesundheitsdiensteanbieter (z. B. Ärz- tin/Arzt) über das Widerspruchsrecht aufgeklärt werden, sofern sich die ELGA-Gesundheitsda- ten auf folgende Kriterien beziehen:

• HIV-Infektion

• Psychische Erkrankung (Hauptdiagnose)

• Daten gemäß §71a Abs. 1 GTG (genetische   Analysen)

• Schwangerschaftsabbruch


Wie läuft die Befundbeschreibung/Entlassung ab?

Nutzen Sie dafür den Informationsfolder zum medizinischen Entlassungsbrief.