UNSER WEG - GESUNDHEITSBERATUNG

Schnelle Hilfe bei Gesundheitsfragen

Muss ich zum Arzt? Kann ich dem Kind das Schmerzmittel geben? Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 führt die Patientinnen und Patienten an die richtige Stelle im Gesundheitssystem.

„Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 ist als zentrale Anlaufstelle ein Meilenstein in der Gesundheitsversorgung – und das rund um die Uhr“, sagt Landeshaupt- frau Johanna Mikl-Leitner, Gerhard Hutter (Obmann NÖGKK), Gerald Bachinger (NÖ Patientenanwalt), Christof Constantin Chwojka (144 Notruf NÖ)

Nachts sind alle Schmerzen besonders schlimm. Was tun? Aushalten oder lieber ins Kran- kenhaus fahren? Fragen, die fast jeder kennt. Ein neuer Service bietet professionelle Hilfe an – die telefonische Gesundheitsberatung 1450.

Denn dort sitzen seit April erfahrene diplomierte Pflegekräfte mit einer speziellen Schu- lung für die telefonische Beratung. Sie ermitteln anhand eines international erprobten und auf die österreichische Situation adaptierten Computerprogramms die richtigen Antwor- ten auf Gesundheitsfragen. Die telefonische Gesundheitsberatung gibt es in Wien, Nieder- österreich und Vorarlberg als Pilotprojekt.

In Niederösterreich sind die elf dafür zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter dem Dach von 144 Notruf NÖ untergebracht. Christoph Doppler, pflegerischer Leiter von 1450, hat bereits viel Erfahrung im Gesundheitssystem gesammelt: Neun Jahre arbeitete der diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger in der Notaufnahme des Universitäts- klinikums St. Pölten, seit 16 Jahren engagiert sich der Notfall-Sanitäter ehrenamtlich im Rettungsdienst. Er studierte Projektmanagement und Pflegemanagement. Und hat sich für die telefonische Beratung ausbilden lassen. „Ich bin gern bei neuen Projekten dabei, die helfen, das Gesundheitssystem zu verbessern.“


So funktioniert es

Anrufer durchlaufen einen Fragenkatalog zum Abklären und erhalten innerhalb von zehn bis 15 Minuten verlässlich und sicher die richtige Antwort – und das rund um die Uhr und kostenlos. Die geschulten Pflegekräfte sagen ihnen, wohin sie sich wenden können, wel- ches die für sie passende Anlaufstelle im Gesundheitssystem ist. Sie bekommen bei Bedarf eine Telefonnummer, werden, wenn nötig, telefonisch von einem Arzt beraten oder be- kommen konkrete Verhaltensempfehlungen. Macht die telefonische Gesundheitsinforma- tion nicht den Ärzten Konkurrenz? „Sicher nicht. Denn nur ein Arzt kann eine Diagnose stellen. Aber wir können den Anrufenden sagen, wie dringend das Problem ist und bei wel- chem Arzt oder welchen anderen Anlaufstelle sie richtig sind“, sagt Doppler.


Mit viel Wissen ausgestattet

Eine der Expertinnen und -Experten am Telefon ist Martha Ast. Die diplomierte Gesund- heits- und Krankenpflegerin hat 17 Jahre mit großer Leidenschaft im Rosenheim Tulln ge- arbeitet, auch als Stationsschwester, und fünf Jahre in der mobilen Hauskrankenpflege im Hilfswerk Herzogenburg, auch hier als Führungskraft. Aus gesundheitlichen Gründen kann sie nicht mehr am Krankenbett arbeiten und hat sich nun mit großer Vorfreude und viel Engagement für die telefonische Beratung fit gemacht. „Unser Ziel ist, die bestmögli- che Versorgung für hilfesuchende Patienten anzubieten. Die Leute können zwar Dr. Goog- le befragen, aber meist sind sie danach verunsichert und befürchten das Schlimmste. Bei uns können sie mit unserer praktischen Erfahrung rechnen, gepaart mit dem international erprobten und auf Österreich angepassten System, das den Anruf lenkt und begleitet. Da- mit bekommen sie die richtigen und vor allem sichere Antworten auf ihre Fragen.“

DGKP Christoph Doppler

ist pflegerischer Leiter der telefonischen Gesundheits- beratung 1450 in NÖ

PRAXIS & EXPERTISE


Mit der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 übernimmt 144 Notruf NÖ noch eine weitere Aufga- be. Warum interessiert Sie dieses Pilotprojekt?

Ziel ist, dass alle Dienste in Niederösterreich an einem Ort zusammenkommen – so haben wir das beste Ergebnis. Bei uns sind mittlerweile alle Rettungsdienste versammelt – Rotes Kreuz, Arbeitersamariter- bund und Johanniter, Bergrettung, Wasserrettung, Hundestaffeln, Höhlenrettung, wir kooperieren mit den NÖ Kliniken, dem ÖAMTC für die Flugrettung, der Ärztekammer für den Ärztenotdienst 141, der Po- lizei, dem Bundesheer – mit allen relevanten Partnern. Die telefonische Gesundheitsinformation er- gänzt dieses Angebot und nutzt zugleich die Ressourcen, wenn es sich um einen Notfall handelt.


Wieso ist dieses Pilotprojekt nötig?

Wir haben ein sehr gutes Gesundheitssystem, aber es ist so komplex, dass es manchmal schwer zu durchschauen ist, wo man am besten aufgehoben ist. Die Menschen wissen, dass sie krank sind, aber sie können meist nicht einschätzen, wie sehr und auch nicht, wie dringend sie Hilfe brauchen. Der ein- fachste Weg – besonders am Abend und am Wochenende – ist eine Spitalsambulanz. Aber dort sind die meisten falsch aufgehoben. Die telefonische Gesundheitsberatung liefert die fehlenden Informationen, und das qualitätsgesichert. Von Empfehlungen für die Selbstbehandlung bis zur Telefonnummer des nächstgelegenen Spezialisten.


Wie können Sie diese Qualität sichern?

Bei 144 Notruf NÖ haben wir pro Jahr vier Millionen Anrufe und arbeiten schon seit vielen Jahren mit qualitätsgesicherten und international bewährten Abfragesystemen. So funktioniert auch die telefoni- sche Gesundheitsberatung 1450. Mit unserer Erfahrung, mit den elf speziell geschulten diplomierten Pflegekräften und der erprobten technischen Ausstattung sind wir der ideale Anbieter.


Informationen:

www.144.at/1450

Ing. Christof Constantin

Chwojka, Geschäftsführer

von 144 Notruf NÖ