UNSERE KLINIKEN

Der iMRT ermöglicht eine Analyse der Effektivität der Tumorresektion bereits während der OP am narkotisierten Pati- enten mittels Magnetresonanztomographie.

Innovative Technologien

ST. PÖLTEN – Die Klinische Abteilung für Neurochirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten ist eine von zwei Abteilun- gen dieser Art in Niederösterreich und im internationalen  Vergleich  auf  höchstem  Niveau.   Ein  weiterer  Innovations- schub erfolgte durch die Einführung des intraoperativen MRT. Die Effektivität einer Tumorresektion kann hier bereits während der OP noch am narkotisierten Patienten mittels einer Magnetresonanztomographie analysiert werden.

Ein wichtiges Ziel in der Neurochirurgie ist es, das Eingriffsrisiko zu minimieren und die Patientensicherheit so hoch wie möglich zu halten. Immer wieder wurden vom Fachgebiet Neurochirurgie wichtige Impulse zur medizinischen, techni- schen und chirurgischen Weiterentwicklung  gesetzt.  Die  Klinische  Abteilung  für  Neurochirurgie  am Universitätskli- nikum St. Pölten setzt auf innovative Technologien, wie zum Beispiel der Einsatz von Navigationssystemen bei chirurgi- schen Eingriffen, mikrochirurgische Techniken, miniaturisierte  Endoskope  und  das  Neuromonitoring  zur  Überwa- chung  von Nervenfunktionen und Rückenmarksbahnen während der Operation. Wirklich beeindruckend ist auch die Weiterentwicklung der Endoskopie in eine dreidimensionale Visualisierung, sodass das OP-Team über 3D-Brillen das Monitorbild räumlich auflösen kann. Durch die Einführung eines intraoperativen MRT im neuen Zentral-OP im Haus C kann die Effektivität einer  Tumorresektion  bereits  während  der  Operation  noch  am  narkotisierten  Patienten mittels einer Magnetresonanztomographie bildgebend analysiert werden. Seit Ende Oktober

2018 wird diese Methode an der Klinischen Abteilung für Neurochirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten eingesetzt, um die Resektion von Hirntumoren bzw. auch Tumorerkrankungen an der Schädelbasis noch effizienter und für den Pa- tienten sicherer durchzuführen.


"So klein das Fachgebiet der Neurochirurgie sein mag, so vielfältig und differenziert sind im Einzelnen die verschiede- nen Operationstechniken und die dazu erforderlichen Instrumentarien. Das macht dieses Fach so interessant und es freut mich, dass es gelingt, junge Ärztinnen und Ärzte für die Ausbildung im Fach Neurochirurgie zu begeistern, um in weiterer Zukunft die neurochirurgische Spitzenmedizin zu gewährleisten“, freut sich LH- Stellvertreter Stephan Pern- kopf.


Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Ungersböck, Leiter der Klinischen Abteilung für Neurochirurgie ist besonders auf das exzel- lente und gut eingespielte Team, bestehend aus sechs Assistenzärztinnen und –ärzten, 12 Oberärztinnen und –ärzten sowie 37 Pflegekräften, stolz: „Neurochirurgische  Spitzenmedizin  kann  nicht  durch  eine  chirurgische  Einzelleistung im ‚Primadonna-Stil‘, sondern nur durch ein erfahrenes und hoch qualifiziertes Team sichergestellt werden. Sicherheits- bewusstsein, situative Aufmerksamkeit und konstruktive Kommunikation sind für den Erfolg unabdingbar. Mit dem mo- dernst medizintechnisch ausgestatteten OP muss die chirurgische Expertise Hand in Hand gehen. Das konnten wir durch ein engagiertes, kompetentes und spezialisiertes Facharztteam erreichen.“


Im Zentrum der Klinischen Abteilung für Neurochirurgie steht die chirurgische Versorgung von   Patientinnen   und   Pa- tienten   mit   neurochirurgischen   Erkrankungen,   das   heißt, Operationen am Gehirn, an der Schädelbasis, bei Schä- delhirnverletzungen und verschiedenen Formen von Hirngefäßerkrankungen. Im Jahr 2018 wurden deutlich über

2.100 neurochirurgische Operationen und Interventionen durchgeführt, davon alleine 775 Eingriffe bei Erkrankungen des Gehirns. Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung ist die Wirbelsäulenchirurgie und hier wieder vor allem Band- scheibenoperationen an der Lenden- und Halswirbelsäule, Wirbelkanalverengungen und Tumore im Rückenmarkska- nal. Im Jahr 2018  wurden  insgesamt  730  Eingriffe  dieser  Art  durchgeführt.  Der  dritte  Schwerpunkt umfasst die Schmerztherapie, sowohl in Form von bildgestützten tiefen Infiltrationen an Nervenwurzeln bzw. an der Wirbelsäule, als auch durch Implantation von Medikamentenpumpen oder Rückenmarksschmerzelektroden.