GESUNDHEIT & PFLEGE

Meilenstein der Versorgung

Die NÖ Kliniken und Pflegeheime kommen unter ein gemeinsames Dach. Der Entwicklungsprozess

startet nun, 2020 soll die neue Struktur stehen.

„Gesundheitstelefon 1450“: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und NÖGUS Vorsitzender Landesrat

Martin Eichtinger freuen sich gemeinsam mit Elisabeth Schön (li.) und Doris Trescher über Erfolg und Akzeptanz der telefonischen Gesundheitsberatung

foto: NLK Reinberger

Mehr als 46.000 Beratungen haben die 16 diplomierten Pflegekräfte seit Start des Pilotprojekts „telefonische Ge- sundheitsberatung 1450“ im April 2017 in NÖ durchgeführt. „Dieses Know-how und die gesammelten Erfahrungen werden nun intensiv bei der Ausrollung der Gesundheitshotline 1450 in den anderen Bundesländern einfließen“, freut sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner über Erfolg und Akzeptanz der Gesundheitsberatung. In Stoßzei- ten – vor allem in den Abendstunden – sitzen bis zu fünf Expertinnen und Experten gleichzeitig an den Telefonen. Die durchschnittliche Gesprächs- bzw. Beratungsdauer ist im Vergleich zu Notrufen extrem lang, beträgt sie doch 13 Minuten und 31 Sekunden. Denn die Beraterinnen und Berater antworten nach einem international erprobten und für Österreich adaptierten Schema. Einzigartig macht das System in NÖ, dass auch auf allen anderen Notruf- nummern wie 144 oder 141 bei Notwendigkeit eine telefonische Gesundheitsberatung durch Weiterleitung erfolgen kann. So fanden fast 15.000 Anrufe auf 144 bestens mit einer telefonischen Gesundheitsberatung ihr Auslangen. Zwei Drittel der Anrufenden bei 1450 wurden in den niedergelassenen Bereich geleitet. Zehn Prozent unterschätz- ten ihre Symptome und wurden mit dem Rettungsdienst versorgt. Mehr als 4.000 Personen wurde mit Hinweisen zur Selbstversorgung ausreichend geholfen.


In Niederösterreich wird die telefonische Gesundheitsberatung 1450 vom Land NÖ (durch die Notruf NÖ GmbH) gemeinsam mit der NÖGKK umgesetzt.

erschienen in WIR INTERN 01/2019