TRANSPORTDIENST

Einsatz, Kraft & Menschlichkeit

Der Patienten-transportdienst sorgt dafür, dass die medizinische und pflegerische Arbeit im Klinikum reibungslos laufen kann.

Das Team des Patiententransportdiensts im LK Wiener Neustadt

Das Team des Patiententransportdiensts im LK Wiener Neustadt

Judith Szabo und Michael Zettl vom PTD

Die Bereichsleiterinnen des PTD, DGKP Michaela Friedl und DGKP Heidi Leitgeb, mit Pflegedirektorin Dipl. KH- BW DGKP Christa Grosz, MBA, MBA (Mitte)

fotoS: Gerald Lechner

„Langsam wacht er aus seinem Dämmerschlaf auf. Er kommt zu sich, sieht sich um und die Gänge rauschen an ihm vorbei. Eine freundliche Stimme spricht beruhigend auf ihn ein. Es ist die Stimme von Andrea Pillitsch, Mitarbei- terin des Patiententransportdienstes, die ihn nach seiner OP vom Aufwachraum zurück in sein Zimmer bringt.“ So – aber auch auf tausend andere Arten – könnte eine Geschichte über den Patiententransportdienst (PTD) des LK Wiener Neustadt beginnen- .

Seit nunmehr 2010 ist der PTD eine innerbetriebliche Einheit des Landesklinikums mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Patienten werden sitzend, liegend und gehend durch das Haus transportiert und begleitet. Von der Aufnahme ins Zimmer, zu Untersuchungen und zurück, zur OP-Vorbereitung oder nach einer Operation aus dem Aufwachraum zurück zum Zimmer. 15 km legt jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter an „starken Tagen“ quer durchs Haus zurück- .


Logistik

Die Bereichsleiterinnen des PTD, DGKP Michaela Friedl und DGKP Heidi Leitgeb, sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Wie funktioniert dieses logistisch anspruchsvolle Kunststück? „Die Erfassung und Verteilung der Aufträge erfolgt über ein elektronisches Tool, das sogenannte Logbuch. Die Abteilung, die einen Patienten transportiert ha- ben möchte, gibt im Logbuch die Abhol- und Ankunftsstelle ein. Zwei Disponenten verteilen diese Aufträge a- nschließend auf die Telefone der Transportmitarbeiter, welche die Aufträge dann bestätigen und erledigen. Damit es zu keinen Leerwegen kommt, müssen die Disponenten jede Abhol- und Ankunftsstelle im Klinikum genau kennen“, erklären Friedl und Leitgeb- .


Lobende Worte

Andrea Pillitsch ist von Beginn an beim PTD: „Ich erledige oft bis zu tausend Aufträge am Tag. Das ist wirklich stressig, aber trotzdem möchte ich nichts anderes machen.“ Sie spricht nicht gerne von „Aufträgen“, sondern sagt lieber: „Ich begleite Menschen. Alte und junge, lebende, aber auch sterbende. Freud und Leid liegen sehr nah b- eieinander.“ Hört man sich unter den Patientinnen und Patienten um, findet man nur lobende Worte über die Damen und Herren des PTD. Menschen, die mit Einsatz, Kraft und Menschlichkeit tagtäglich dafür sorgen, dass die mediz- inische und pflegerische Arbeit im Klinikum reibungslos laufen kann und die gleichzeitig immer ein wachsames Au- ge auf und ein offenes Ohr für die Patientinnen und Patienten haben. Unterstützung gibt es ab Jänner von Zivildienern, die ab 2019 ihren Dienst beim Patiententransportdienst im LK Wiener Neustadt ableisten können.



Doris Zöger

erschienen in WIR INTERN 06/2018