NÖKIS

Ein Blick in die Zukunft

Das NÖKIS-Projekt schreitet voran. Das Projektteam besuchte alle NÖ Kliniken und informierte über das neue Krankenhaus-Informations-System.

Im Zuge der Roadshow stellten (v.l.) Otto Huterer, Barbara Weiser, MA, Mag. Gerlinde Mayer, Mag. (FH) Kerstin Hovezak und Ing. Wolfgang Grim, MSc, das NÖKIS-Projekt vor.

Von Februar bis Ende April besuchte das NÖKIS-Team unter der Leitung von Ing. Wolfgang Grim, MSc, alle Klinikstandorte sowie die Kurienversammlung der Ärztekammer. Der Grund: Die Kollegialen Führungen der Häuser und alle Betriebsräte sollten über den aktuellen Stand des wichtigen Langzeitprojekts informiert werden. „Mit dieser Roadshow wollten wir errei- chen, dass alle Kliniken auf demselben Wissensstand sind“, erklärt Grim. Ein Aufwand, der für kaum ein anderes Projekt betrieben wird. Doch die Harmonisierung der unterschiedlichen Krankenhaus-Informations-Systeme wird einen Meilenstein in der Geschichte des niederösterreichischen Gesundheitssystems darstellen und ist dementsprechend komplex. „Auf- grund der Größe dieses Projekts haben wir uns für einen persönlichen Besuch jedes Klinikums im Zuge der Roadshow ent- schieden“, sagt Grim, „außerdem waren die Treffen eine gute Möglichkeit für das Projektteam und die Kollegialen Führun- gen, sich gegenseitig kennen zu lernen.“ Das Projektteam wird in Zukunft eng mit den einzelnen Häusern zusammenarbei- ten.


Ideen & Anregungen

Pro Termin waren etwa zwei Stunden veranschlagt. Eine Stunde lang präsentierte das Projektteam Details zum Programm NÖKIS. Die nächste Stunde wurde für Fragen und Diskussionen genutzt. So holte das Projektteam Wünsche und Anregun- gen ein, die in die Planung des zukünftigen Programmes einfließen werden. Häufig diskutierte Punkte waren:

Performance: Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit der aktuellen Geschwindigkeit der Applikationen unzufrie- den. Ein Schwerpunkt bei der Implementierung von NÖKIS wird deshalb auf diesem Aspekt liegen.


Ausfallsicherheit: Da immer mehr Informationen digital erfasst werden, ist es besonders wichtig, trotz eventueller techni- scher Störungen oder Wartungsarbeiten stets Zugriff auf behandlungsrelevante Informationen zu haben.

Rollout: Vielen kann es gar nicht schnell genug gehen, ein neues verbessertes Programm für ihre Arbeit nutzen zu können. Vor allem die elektronische Fieberkurve, elek- tronische Medikation, multiprofessionelle berufsgruppen- übergreifende Dokumentation und die elektronische Pfle- gedokumentation werden mit Spannung erwartet


Projektablauf: Natürlich wird das neue NÖKIS nicht ein- fach auf den Arbeitsrechnern installiert und die Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter damit alleine gelassen. Das Pro- jektteam setzt auf rechtzeitige und transparente Informati- on und Kommunikation und plant – je nach Berufsgruppe – unterschiedliche Schulungen. Zudem werden der zu- künftige Lieferant sowie das NÖKIS-Projektteam in den verschiedenen Phasen bei der Inbetriebnahme in ausrei- chender Personalstärke vor Ort zur Verfügung stehen.



Markus Feigl

Einheitliches Programm


Sie kennen Ihr KIS (Krankenhaus-Informations-Sys- tem) vielleicht eher unter dem Namen Cerner i.s.h.- med, CGM MPA, KCC CliniCenter, Nexus KIS oder PCS Patidok. Im Zuge des NÖKIS-Projektes werden all diese Applikationen durch ein modernes, einheitli- ches und zukunftssicheres Programm abgelöst. Im Moment wird NÖKIS in einer zweistufigen EU-weiten Ausschreibung angeschafft und in den nächsten Jah- ren in allen NÖ Kliniken in Betrieb genommen.

Roadshow


Wesentliche Inhalte der Roadshow-Präsentation:

-Funktionsumfang des NÖKIS

-Ziele und Gründe für die Programmdurchführung

-Vorstellung des NÖKIS-Teams

-Vorgehen zur Berücksichtigung bestehender Funktionen

-geplante Betriebsorganisation

-Rolloutvorgehen

-Überblick über Inhalte der Standardisierung

-Kommunikation & Changemanagement

erschienen in WIR INTERN 03/2018