IM DIALOG

Zukunft im Dialog finden

Der Kliniken-Dialog unterstützt die NÖ Kliniken dabei, innerhalb der Regionen die Weichen für die Versorgung der Zukunft zu stellen.

Fotos: Robert Herbst

Wie sieht die Gesundheitsversorgung der Zukunft aus und welche Aufgaben übernehmen die einzelnen Standorte in Nie- derösterreich? Unter anderem gibt der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) dazu den Rahmen vor. Welche Leistungen an  welchem Klinikum erbracht werden, soll nun erstmals in einem strukturierten Dialog in den Regionen dis- kutiert werden, gemeinsam mit den Regionalmanagements, Kollegialen Führungen, Standortleitungen und Betriebsrä- ten.

LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, der diese neue Vorgehensweise initiiert hat: „Es ist mir wichtig, nicht von oben her zu entscheiden, sondern den Kliniken und ihren Experten die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Schwerpunkte zu entwickeln, und zwar in Abstimmung innerhalb der jeweiligen Region. Die Meinung der Häuser ist uns wichtig.“

Bei der Auftaktveranstaltung im Oktober referierte Dr. Gerald Bachinger (NÖ Patientenanwalt) über die Erwartungen der Patientinnen und Patienten ans Gesundheitssystem. Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber (Department für Wirtschaft und Gesundheit, Donau-Universität Krems) gab einen Einblick ins österreichische Gesundheitssystem und in

Spezifika des NÖ Gesundheitswesens. Dr. Markus Klamminger (designierter Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Lan- deskliniken-Holding) sprach über Zielsetzungen, Arbeitsfelder und den weiteren Zeitplan des Kliniken-Dialogs. Im No- vember/Dezember gab es dazu ein Kick-off in jeder Region, um die Inhalte zu definieren und Schwerpunkte festzulegen.

Regionale Arbeitsgruppen mit Expertinnen und Experten aus den Kliniken haben nun den Auftrag, einen Lösungsvor- schlag zu erarbeiten. Bei einer Abschlussveranstaltung im Juni werden die Ergebnisse präsentiert. Markus Klamminger wünscht sich: „Dass wir gemeinsam mit den Kliniken für die Regionen eine abgestufte Leistungserbringung festlegen. Dass nicht jeder Standort alles anbietet, sondern seine Aufgabe im Kreise aller sieht.“

UNSER GESUNDHEITSSYSTEM


• Gesundheitssystem qualitativ hochwertig und sehr niederschwellig

• generell in Ö hohes Kostenniveau

• konsistente Strukturen in NÖ

• Gesamtsystem extrem komplex: Kompetenzen, Finanzierung

• Schnittstellen im System verbesserungsfähig: Triage, Behandlungspfade, Zusammenspiel extramuraler-intramuraler Bereich

• bundesländerübergreifende Planung und Kooperation österreichweit noch verbesserungsfähig

• Prävention, Gesundheitskompetenz und Rehabilitation weiterhin ausbaufähig

• Versorgungsoptimierung für den ländlichen Raum noch auszuarbeiten